Während der dreimonatigen Winterpause des Schlosses von Anfang Dezember 2025 bis Februar 2026 wird die Anhaltische Gemäldegalerie eine Ausstellung aus ihren Beständen in der Orangerie zeigen. In dieser Präsentation zur Herkunftsgeschichte der Sammlungen werden Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen quasi selber zu Wort kommen und von ihrer Herkunft sowie dem Weg erzählen, auf dem sie in die Sammlungen der Anhaltischen Gemäldegalerie gelangt sind.
In diese Ausstellung fließen erste Ergebnisse eines mehrjährigen Forschungsprojektes zur Provenienzforschung ein, welches zu 90 Prozent durch das Deutsche Zentrum für Kulturgutverluste gefördert wurde. Neben bekannten Hauptwerken des Museums werden auch einige Objekte zu entdecken sein, welche zuletzt in den Depots aufbewahrt wurden. Durch die Werkauswahl wird ein repräsentativer Überblick über die Sammlungsbestände des Museums gegeben.
Die Winterpräsentation in der Orangerie führt den Museumsbetrieb und die eingeführten Öffnungszeiten weiter. Sie ist jeden Tag (außer Dienstag) von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Regelung zu den Feiertagen am Jahresende sieht die Schließung am 24.12. (Heiligabend) und die Öffnung am 25. und 26.12. (Weihnachtsfeiertage) vor. Am 31.12. (Silvester) wird das Museum geschlossen und am 01.01. (Neujahr) nur von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein.
Weitere Besucherinformationen u.a. zu Eintritt, Angeboten für Schulklassen und Veranstaltungsangeboten finden sich auf der Homepage des Museums unter gemaeldegalerie.dessau-rosslau.de.
Pünktlich zum Kurt-Weil-Fest 2026 wird die Ausstellung im Schloss Georgium wieder geöffnet sein.
Hintergrund:
Eine denkmalgeschützte Kunstsammlung in einem denkmalgeschützten Gebäude unterzubringen, zieht besondere Sorgfaltspflichten nach sich, etwa das sogenannte Monitoring des konstanten Raumklimas für die Gemälde. Dazu gehört auch, dass im Baukörper selber an verschiedenen Stellen mit Messfühlern die Temperatur- und Luftfeuchteentwicklungen überwacht werden. Insbesondere in Bereichen, die nicht unmittelbar zugänglich sind, weil sie etwa durch Putz oder Verkleidungen verdeckt sind, wie etwa Balkenauflager oder Zwischenräume in den Deckenbereichen.
Inzwischen liegen für die Jahre 2023/2024 Messergebnisse vor, die zeigen, dass insbesondere in den Wintermonaten ein Tauwasseranfall an Teilen der Baukonstruktion gemessen wird, welcher nach eingehender Prüfung folgende Maßnahmen notwendig macht:
Für die genannten Maßnahmen und deren fachliche Begleitung durch Fachplaner entstehen Kosten von ca. 115.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt aus dem Bauunterhalt der Stadt.
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