Am 11. September 2025 heulen in Dessau-Roßlau um Punkt 11 Uhr die Sirenen: Gemeinsam mit Städten und Gemeinden in ganz Deutschland beteiligt sich auch die Bauhausstadt am Bundesweiten Warntag. Ziel der Übung ist es, die vorhandenen Warnsysteme zu testen und die Bevölkerung für Krisenfälle zu sensibilisieren.
Umfassender Test der Warnsysteme
Zeitgleich mit der bundesweiten Probewarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) – die auf Radios, Fernsehen und Smartphones empfangen werden können – werden in Dessau-Roßlau auch die örtlichen Sirenen ausgelöst. Damit wird sichergestellt, dass die Warnmittel sowohl digital als auch akustisch funktionieren.
Neu ist in diesem Jahr die Inbetriebnahme von zwei zusätzlichen Katastrophenschutzsirenen: Eine davon steht in Waldersee, eine weitere in Mildensee. „Damit verbessern wir die Reichweite und erhöhen die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger deutlich“, betont das Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst. In den vorgenannten Ortsteilen steht jeweils eine weitere neue Sirene. Diese sind noch nicht an das Stromnetz angeschlossen und werden erst im Jahr 2026 am Warntag teilnehmen.
Warnung – und was sie bedeutet
Die Testwarnung soll nicht erschrecken, sondern aufzeigen, wie im Ernstfall reagiert wird. Um 11:45 Uhr folgt eine offizielle Entwarnung über alle eingesetzten Warnmittel. Der Bundesweite Warntag ist dabei mehr als nur ein technischer Probelauf. Er erinnert auch an die Eigenverantwortung eines jedes Einzelnen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, einen Vorrat an Wasser und Lebensmitteln für mehrere Tage im Haus zu haben, ebenso wie Notbeleuchtung und Batterien.
Mehr Aufmerksamkeit für Vorsorge
Die Stadt weist zudem darauf hin, dass Sandsäcke im Hochwasserfall nicht von der Kommune gestellt werden. „Jede und jeder Einzelne kann und sollte Vorsorge treffen“, so die Verantwortlichen. Ein praktisches Hilfsmittel ist etwa die Notfalldose für den Kühlschrank, die wichtige Gesundheitsdaten für Rettungskräfte bereithält.
Der Warntag 2025 bietet Gelegenheit, die Warn-Infrastruktur in Deutschland einem Stresstest zu unterziehen. Ob bei Hochwasser, Stromausfall oder Großbrand – im Ernstfall zählt jede Minute. Mit der Übung am 11. September wird nicht nur Technik geprüft, sondern auch das Bewusstsein geschärft: Nur wer die Warnsignale kennt, kann im Ernstfall richtig handeln.
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