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Sonderausstellung in der Gemäldegalerie

Unter dem Titel „Konservator und Modernist Ludwig Grote und das Bauhaus in Dessau, 1925-1932“ ist die neue Sonerausstellung noch bis Ende November zu sehen.

Von Ende August bis einschließlich November 2026 wird die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau ihrem Gründungsdirektor und seinen vielfachen Verbindungen zum Bauhaus in zwei Sälen des Schlosses Georgium eine Ausstellung widmen. Diese wird am 29.08.2026 im Tischbein-Saal, gleich anstoßend an die Ausstellungsräume im Erdgeschoss des Schlosses Georgium, eröffnet.

Ludwig Grote (1893–1974) war eine prägende Gestalt im anhaltischen Kulturleben der Weimarer Republik. Seit 1924 war er als Landeskonservator oberster Denkmalpfleger und als Kunstwart des Anhaltischen Kunstvereins gleichzeitig für die Pflege der aktuellen Kunst zuständig. 1925 holte er das Bauhaus aus Weimar nach Dessau und 1927 wurde er Direktor der neugegründeten Anhaltischen Gemäldegalerie.

Die Ausstellung nähert sich seiner Person über eine bezeichnende Objektgruppe: 1927 ließ sich Grote seine Dienstwohnung in der Anhaltischen Gemäldegalerie im Palais Reina von Bauhausmeistern einrichten. Hinnerk Scheper gestaltete außer der Wohnung auch die Wände der Ausstellungsräume. Marcel Breuer entwarf Möbel, welche in der Wohnung des frischgebackenen Direktors und Ehemanns aufgestellt wurden. Unter den für die Ausstellung nach Dessau zurückgebrachten Möbeln fällt besonders der Schreibtisch auf, mit dem sich Grote auf einem inzwischen ikonisch gewordenen Foto festhalten ließ und der aus der Neuen Sammlung in München ausgeliehen werden konnte.

Werke von Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Lázló Moholy-Nagy und Fritz Winter, welche Grote für sich und für sein Museum ankaufte und teilweise mit persönlichen Widmungen für ihn versehen sind, zeigen in der Ausstellung seine enge Verbindung zu den Bauhauskünstlern und seine Bedeutung für die Vermittlung ihrer Kunst. Die Ausstellung stellt sich in den Rahmen des Jubiläums Bauhaus Dessau 100 und leitet gleichzeitig das Festjahr zum Jubiläum der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau, welche nach langer Vorbereitungsphase am 17. September 1927 ihre Pforten öffnete. Die Ausstellung wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

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