Zum 100-jährigen Jubiläum des Bauhauses in Dessau lädt das Museum für Stadtgeschichte Dessau zu einer spannenden Zeitreise ein. Die neue Sonderausstellung „Das Bauhaus kommt in die Stadt – Dessau in den 1920er Jahren“ wird am 13. Juni um 15 Uhr im Johannbau, dem Domzil des Museums für Stadtgeschichte Dessau, feierlich eröffnet.
Sie zeigt, auf welche Stadt die Bauhäusler 1925/26 trafen: Dessau im Wandel, geprägt von den Folgen des Ersten Weltkriegs, politischen Umbrüchen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Trotz knapper Kassen setzten Kulturschaffende, Politiker und Industrielle auf neue Ideen. Mit dem Bauhaus verbanden sie große Hoffnungen: ein modernes Image für die Stadt und Lösungen für drängende Fragen wie den Wohnungsbau.
Doch der Aufbruch war nicht unumstritten. Auch kritische Stimmen begleiteten die neue »Hochschule für Gestaltung«. Originale Exponate, vor allem aus dem eigenen Bestand, beleuchten das Leben im Dessau der 1920er Jahre. Sie erzählen von städtebaulichen Entwicklungen, politischen Debatten und kulturellen Impulsen. Die Ausstellung führt zudem zu den Orten in Dessau, an denen die Bauhäusler wirkten und lebten. Ergänzend zur Sonderschau bietet die Dauerausstellung weitere Einblicke in die 1920er Jahre. Zu den Highlights zählen unter anderem die innovativen Propellermöbel aus der Junkers-Modelltischlerei. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, eine spannungsreiche Geschichte zu entdecken, die auch heute noch inspirieren kann. Zusätzlich wird auch ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten. Bereits am 14. Juni, ebenfalls um 15 Uhr, hält Rainer Höhling von der Deutschen Ido Gesellschaft einen Vortrag mit dem Titel „Die Plansprache Ido als Zeugnis für die weltoffene Atmosphäre im Dessau der 1920er Jahre“. Zu sehen ist die Sonderausstellung noch bis zum 29. November, mittwochs bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr.
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