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Landesgleichstellungspreis 2025 in Dessau-Roßlau verliehen

Gestern war das Anhaltische Theater Dessau Gastgeber für die feierliche Verleihung des Landesgleichstellungspreises Sachsen-Anhalt 2025.

Unter dem Motto „Gleichstellung leben – Demokratie stärken“ würdigte das Land zum dritten Mal das Engagement von Menschen, Projekten und Initiativen, die sich in besonderer Weise für die Gleichstellung von Frauen und Männern in einer offenen, modernen und gleichberechtigten Gesellschaft einsetzen.

Unsere Sozialdezernentin Eter Hachmann begrüßte die Gäste im Namen der Stadt Dessau-Roßlau und wies auf das gleichstellungspolitische Engagement von vielen Akteurinnen und Akteuren in der Stadt hin. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die Chancengleichheit der Geschlechter u. a. durch Sensibilisierung und präventive Maßnahmen gestärkt werden muss.

Die Gleichstellungsministerin Petra Grimm-Benne, Staatssekretärin Susi Möbbeck und Landesgleichstellungsbeauftragte Sarah Schulze überreichten die Preise in vier Kategorien – von geschlechtersensibler Bildung über gesellschaftliches Engagement bis hin zum Einsatz gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

„Gleichstellung braucht Menschen, die Haltung zeigen, Missstände benennen und anderen Mut machen, es ihnen gleich zu tun.“ betonte Gleichstellungsministerin Petra Grimm-Benne.

Wir gratulieren allen Ausgezeichneten und danken dem Land Sachsen-Anhalt für diese wichtige Initiative, die das Engagement für ein gleichberechtigtes Miteinander in unserer Gesellschaft würdigt.

 

Die Ausgezeichneten nach Kategorien:

Stärkung der Demokratie durch geschlechtersensible Bildung

„Sei (k)ein Mann“ - Männlichkeit als Konstrukt hinterfragen – mit dieser Ausstellung schaffte Alexandra Franke aus Halle nicht nur ihren Bachelorabschluss an der Hochschule Anhalt in Dessau (Fachbereich Integriertes Design), sondern gewinnt nun auch den mit 1.000 Euro dotierten Landesgleichstellungspreis 2025. Die „Ausstellung über Geschlechterbilder, Zwischentöne und das Zuhören“ war im Februar dieses Jahres erstmals im Pluspunkt Dessau zu sehen. Alexandra Frankes multimediale Rauminstallation thematisiert dabei gesellschaftliche Männlichkeitsbilder und ihre Auswirkungen auf Individuen und Strukturen. Für die Jury geht die Ausstellung deutlich über eine gewöhnliche Studienleistung hinaus. Sie zeichne sich durch hohen persönlichen und finanziellen Einsatz aus. Darüber hinaus sei die Ausstellung nachhaltig und an anderen Orten weiter präsentierbar.

Teilhabe und Sichtbarkeit von Frauen fördern

In der zweiten Kategorie geht der mit 1.000 Euro dotierte Gleichstellungspreis an das Queerfeministische Netzwerk Harz. Hendrikje Wiards und Jennifer Fulton gründeten das Netzwerk vor knapp zwei Jahren mit weiteren Engagierten, um für Themen wie Feminismus, Frauenrechte und Gleichberechtigung zu sensibilisieren. Neben dem Austausch unter Gleichgesinnten macht das Netzwerk mit kreativen Plakat- und weiteren Aktionen sowie Social Media-Beiträgen auf Missstände aufmerksam. Durch das Engagement konnten auch neue Projekte vorangebracht werden, zum Beispiel das Frauenschreibkollektiv Harz. Die Jury beeindruckte besonders, dass das Netzwerk vollständig aus eigener Initiative entstanden ist und sich kontinuierlich weiterentwickelt.

Demokratie stärken – geschlechtsspezifische Gewalt bekämpfen

Um auf die Problematik geschlechtsspezifischer Gewalt aufmerksam zu machen, hat die kroatische Künstlerin Sanja Ivekovic in Kooperation mit einem Frauenhaus in Sachsen-Anhalt die Plakatserie „®enska kuca (Suncane naocale) [Frauenhaus (Sonnenbrillen)]“ entwickelt. Die Kombination aus schwarz-weißen Werbebildern bekannter Modemarken mit sehr persönlichen Berichten von Frauen, die häusliche Gewalt erfahren haben, brachte im Herbst 2024 einen Kontrast in den Magdeburger Stadtraum und damit in den öffentlichen Diskurs. Die Aktion überzeugte die Jury durch ihren innovativen Ansatz und ihre Anschlussfähigkeit an neue Zielgruppen. Die Zugänglichkeit der Inhalte ist besonders gelungen, wodurch eine breite und inklusive Sensibilisierung zum Thema Gewalt an Frauen ermöglicht wird. Dafür gibt es den Landesgleichstellungspreis 2025 und 1.000 Euro.

Herausragendes Einzelengagement für Demokratie und Gleichberechtigung

Den mit 500 Euro dotierten Gleichstellungspreis für herausragendes Einzelengagement erhält in diesem Jahr Ute Fischer aus Leuna. Egal ob in der Landes- und Kommunalpolitik, als Vorsitzende des Landesfrauenrates oder in anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten – Ute Fischer setzt sich stets für Frauen- und Mädchenrechte und gegen Diskriminierung ein. Sie baute den Landesfrauenrat zu einem hoch anerkannten Fachverband aus und legte ihren ganz persönlichen Fokus auf die Themen Gewaltschutz und Gleichstellung in der Arbeitswelt. Die Jury hob hervor: Als Mutmacherin für Frauenrechte hat sie aktiv und maßgeblich die Frauenpolitik in Sachsen-Anhalt mitgestaltet. Auch über ihren Renteneintritt hinaus lässt sie in ihrem Engagement noch lange nicht nach.

Kontakt

Stadtverwaltung Dessau-Roßlau
Zerbster Straße 4
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