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Karstadt in Dessau-Roßlau

Erklärung des Oberbürgermeisters zum Erhalt des Standortes

Am vergangenen Donnerstag fand ein Telefonat zwischen Herrn Oberbürgermeister Peter Kuras und dem Insolvenzverwalter der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH statt.

Insbesondere wollte Herr Oberbürgermeister Kuras wissen, ob es eine positive Fortführungsprognose für Karstadt in Dessau-Roßlau gibt und hat nochmals, wie bereits schriftlich vor einigen Tagen, auf die Vorzüge des Standortes Dessau hingewiesen, wie z.B. die zentrumsnahe Lage, die Nähe zum Bauhausmuseum und zur Fußgängerzone in der Zerbster Straße.

Das Ergebnis des Gespräches war leider negativ. Vom Insolvenzverwalter konnte keinerlei Hoffnung auf eine positive Fortführungsprognose von Karstadt in Dessau gegeben werden. Als Begründung wurde in erster Linie angeführt, dass der Betreiber, die ECE, bereits vor vier Jahren erhebliche bis an die Schmerzgrenze gehende Nachlässe bei der Miete gegenüber Karstadt eingeräumt hat. Eine nochmalige Senkung der Miete sei nicht möglich und konnte vom Insolvenzverwalter seitens der ECE auch nicht gefordert werden.
Auch bei verschiedenen anderen Kennziffern, wie zum Beispiel beim Umsatz pro Quadratmeter, würde Karstadt Dessau auf dem zweitletzten Platz in Deutschland rangieren.
Auch seien in den Jahren von 2014 bis 2019 Umsatzverluste in Höhe von 20 Prozent eingetreten.
Da ohnehin im ersten Quartal 2021 der Mietvertrag zwischen Karstadt und der ECE ausgelaufen wäre, sei eine Schließung des Standortes Dessau von Karstadt nicht mehr zu verhindern.
Bei den in den letzten Wochen noch vor der Schließung geretteten Standorte von Karstadt sei gerade die Höhe der Miete unterschiedlich gewesen, hier seien nach Aussage des Insolvenzverwalters noch Mietnachlässe der jeweiligen Vermieter möglich gewesen.

Der Standort Dessau-Roßlau würde also nach wie vor auf der Schließungsliste stehen, die wohl in der nächsten Zeit endgültig veröffentlicht werden soll. Eine Schließung des Warenhauses wurde für Ende Oktober dieses Jahres angekündigt.

Der Gesamtbetriebsrat von Galeria Karstadt Kaufhof GmbH hat mit der Geschäftsführung die Einrichtung einer Transfergesellschaft ausgehandelt, deren Finanzierung das Unternehmen auf Basis eines aufgestockten Kurzarbeitergeldes für die Dauer von sechs Monaten übernehmen wird. Wie der Insolvenzverwalter informierte, gibt es derzeit Gespräche mit dem Bundesarbeitsministerium zur Verlängerung der Einrichtung der Transfergesellschaft auf ein Jahr.

Oberbürgermeister Peter Kuras zeigte sich von der klaren Entscheidung sehr betroffen. „Leider haben sich die gesamten Bemühungen der letzten Wochen nicht ausgezahlt, offensichtlich wurden von der Geschäftsführung von Karstadt und auch vom Insolvenzverwalter nicht die guten Bedingungen des Standortes und die Zukunftschancen gesehen, sondern nur das bloße Zahlenwerk.“ Obwohl sowohl bei OB Kuras und dem Betriebsrat von Karstadt noch eine gewisse Hoffnung besteht, dass die Schließung möglicherweise doch noch verhindert werden kann, müsse man den Tatsachen ins Auge schauen.

Anderenfalls käme es darauf an, sich zunächst des Schicksals der betroffenen Beschäftigten anzunehmen. Am heutigen Tage hat der Oberbürgermeister mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg gesprochen, um alle Möglichkeiten auszuloten, die zu gründende Transfergesellschaft nach allen Möglichkeiten zu unterstützen, insbesondere um Weiterbildungsangebote, Umschulungen, Qualifizierungen usw. anzubieten. Herr Narr hat sich sofort bereit erklärt, mit der Belegschaft von Karstadt zu sprechen und beratend vor Ort tätig zu werden.

Weiterhin kündigt der Oberbürgermeister an, eine spezielle Projektgruppe „Innenstadt“ zu gründen, in der neben den zuständigen städtischen Ämtern u.a. die DWG, die Stadtmarketinggesellschaft und auch die ECE vertreten sein sollen, um Möglichkeiten auszuloten, wie die Innenstadt weiter attraktiviert werden kann, um den Handelsstandort in der Innenstadt zu stärken. Hier sollen dann konkrete Maßnahmen, die auch kurzfristig realisiert werden können, identifiziert werden.

Noch am Donnerstagabend hat der Oberbürgermeister den Ministerpräsidenten unseres Landes, Herrn Dr. Reiner Haseloff, über das Ergebnis der Verhandlungen informiert und insbesondere um weitere Unterstützung für die Entwicklung der Innenstadt gebeten. Insbesondere bei der Sanierung des Palais Dietrich, bei dem mit den Baumaßnahmen jetzt begonnen wird, ist eine Anschlussfinanzierung dringend notwendig, um die Wissenschaftliche Bibliothek, aber auch Möglichkeiten der kulturellen Nutzung, sicherstellen zu können. Es sollen in nächster Zeit Gespräche dazu mit der Landesregierung, insbesondere mit dem Wirtschaftsminister Prof. Willingmann, geführt werden.

Eine enge Zusammenarbeit mit dem Betreiber des Rathauscenters, der ECE, wird ebenfalls unabdingbar sein. Die ECE ist jetzt in der Verantwortung, die Attraktivität des Rathauscenters in der gewohnten Form beizubehalten und für die dann entstehenden Leerstände möglichst zeitnah neue Mieter zu finden. Dies wird nicht einfach und wird auch nicht schnell gehen, außerdem wird die Stadt Dessau-Roßlau selbst überlegen, ob es Möglichkeiten gibt, dort als Stadt Entwicklungen voranzutreiben. Dies wird allerdings eher schwierig sein, aber es werden alle Möglichkeiten ausgelotet und überprüft.

Schließlich richtet Herr Oberbürgermeister Peter Kuras an die Verbraucherinnen und Verbraucher unserer Stadt den dringenden Appell, Einkäufe nicht nur im Internet zu tätigen, sondern insbesondere in der Innenstadt und auch bei den einheimischen Anbietern, sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie. „Wir müssen jetzt zusammenhalten und gemeinsam das Beste aus der schwierigen Situation machen. Die Chancen und Potenziale dafür sind da, lassen Sie uns diese gemeinsam nutzen“, so Oberbürgermeister Kuras.

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Videobotschaften des Oberbürgermeisters

Hotline des Gesundheitsamtes

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0340 204-2222

Sprechzeiten Stadtverwaltung

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Der Eigenbetrieb Dekita ist für seine Eltern unter der Rufnummer 0340 204-2015 erreichbar. Aktuelle Informationen zur Situation finden Sie auf www.dekita.de 

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Informationen für Unternehmen

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Auf Grund der aktuellen Gesundheitslage stellt das Amt für Wirtschaftsförderung aktuelle Informationen für Unternehmen in Dessau-Roßlau bereit und hat eine Hotline (montags bis freitags / 8.30 Uhr bis 16.00 Uhr) für ansässige Unternehmen eingerichtet.

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Bleiben Sie informiert unter wirtschaft.dessau-rosslau.de 

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Bundesweite Hotlines zum Thema Corona

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  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland
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  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon)
    030 346 465 100
  • Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung
    Behördennummer 115 // www.115.de 
  • Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte
    030 / 340 60 66 – 07
    info.deaf@bmg.bund.de 
    info.gehoerlos@bmg.bund.de 
  • Gebärdentelefon (Videotelefonie)
    https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/ 
  • Gesundheitsamt der Stadt Dessau-Roßlau
    0340 204-2222

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