Mehr als drei Jahrzehnte Stadtsanierung haben das Gesicht von Dessau-Nord, Dessau-Nordwest und der Roßlauer Altstadt nachhaltig verändert. Wo zu Beginn der 1990er Jahre Sanierungsstau, Leerstand, marode Gebäude und eine überalterte Infrastruktur das Bild prägten, wurden mit Hilfe der Städtebauförderung in neue Perspektiven für Wohnen, Arbeiten, Bildung, Kultur und Freizeit investiert. Mit dem Abschluss der Sanierungsverfahren im Januar 2025 ist ein bedeutendes Kapitel der Stadtentwicklung abgeschlossen.
Die drei Sanierungsgebiete stehen für unterschiedliche Herausforderungen Der Blick auf die drei Sanierungsgebiete macht deutlich, dass Stadtsanierung immer auf die besonderen Voraussetzungen eines Quartiers reagieren muss. In Dessau-Nord stand der Erhalt des historischen Gründerzeitquartiers im Mittelpunkt. Mit rund 45,89 Millionen Euro wurde hier das größte der drei Sanierungsverfahren umgesetzt. In Dessau-Nordwest ging es vor allem darum, das Umfeld des Bauhauses und anderer Welterbestätten aufzuwerten und zugleich einen attraktiven Standort für Wohnen, Bildung, Gesundheit und Tourismus zu entwickeln. In der Roßlauer Altstadt lag der Schwerpunkt auf der Stärkung des historischen Stadtzentrums und seiner Funktionen als Wohn-, Handels- und Versorgungsstandort.
Gemein ist allen drei Gebieten, dass ihre Entwicklung nicht durch einzelne Großprojekte bestimmt wurde. Vielmehr war es die Summe vieler Maßnahmen und die Unterstützung durch die Städtebauförderung von Bund und Land, die den Wandel erst möglich gemacht hat: sanierte Häuser, erneuerte Straßen, neu gestaltete Plätze, Spiel- und Freizeitflächen, neue Nutzungen für leerstehende Gebäude und eine moderne Infrastruktur prägen heute die ehemaligen Sanierungsgebiete. Der formale Abschluss der Sanierungsverfahren durch die förmliche Aufhebung der Sanierungssatzungen im Januar 2025 ist deshalb kein Schlusspunkt der Stadtentwicklung. Die in den vergangenen Jahrzehnten geschaffenen Strukturen bilden vielmehr eine Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt. Im Rahmen dieser weiteren Entwicklung wurde bereits im April 2024 das Stadtteilentwicklungskonzept für Roßlau veröffentlicht. Das Konzept wurde eng mit den Bewohnern und Bewohner*innen aus Roßlau entwickelt. Aus den vorhandenen Analysen des Planungsbüros und insgesamt vier Beteiligungswerkstätten wurden Probleme, Bedarfe und Wünsche erarbeitet und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Eine der vorgeschlagenen Maßnahmen war die Etablierung eines Quartiersmanagements für Roßlau, um vor Ort einen Ansprechpartner, Impulsgeber und Vernetzer zu haben. Diese Maßnahme wird seit dem 01.07.2026 durch das Roßlauer Unternehmen Visionen leben gGmbH umgesetzt. Das am 24.08.2026 neu eröffnete Quartiersbüro befindet sich am Markt 1 in Roßlau und weiter Informationen finden sich unter https://quartier-roßlau.de/.
Die Sanierungsbroschüren dokumentieren dieses besondere Kapitel der Stadtgeschichte. Sie zeigen, wo die drei Gebiete zu Beginn der Sanierungsverfahren standen, welche Ziele verfolgt wurden und welche Veränderungen heute sichtbar sind. Drei Sanierungsgebiete, drei unterschiedliche Ausgangslagen und drei unterschiedliche Wege – verbunden durch ein gemeinsames Ziel: Dessau-Roßlau als lebenswerte, attraktive und zukunftsfähige Stadt weiterzuentwickeln.
Die digital verfügbaren Sanierungsbroschüren dokumentieren diese Entwicklung und machen anhand ausgewählter Projekte sichtbar, was sich in mehr als drei Jahrzehnten verändert hat.
Informationen zum Sanierungsgebiet Dessau-Nord >>>
Stadtverwaltung Dessau-Roßlau
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