A+ A-

Detailseite

Startseite / Stadt & Bürger

Black Out - Dessau-Roßlau zieht Bilanz nach Übung

Am Donnerstag, dem 20. November 2025, fand in Dessau-Roßlau die Landeskatastrophenschutzübung Sachsen-Anhalt statt.

Unter der Leitung des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt und in enger Zusammenarbeit mit dem Salzlandkreis sowie dem Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst der Stadt wurde ein außergewöhnliches Szenario durchgespielt: ein flächendeckender und langanhaltender Stromausfall über 72 Stunden.

Ziel der Übung war es, die Handlungsfähigkeit der Stadtverwaltung, der Einsatz- und Rettungskräfte sowie der kritischen Infrastrukturen unter realistischen Bedingungen zu prüfen und zu stärken. Im Mittelpunkt standen dabei Koordination, Kommunikation und Entscheidungsfindung innerhalb des Katastrophenschutzstabes, während Bereiche wie Kommunikation, Wasserversorgung, Heizung, Tankstellen, Banken und das Städtische Klinikum vollständig oder teilweise ausfielen.

Die Stadt Dessau-Roßlau konnte dabei auf ihren Gefahrenabwehrplan „Stromausfall 72h“ zurückgreifen, der festlegt, wie die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern auch im Krisenfall sichergestellt werden kann. Zu den Maßnahmen gehören die Einrichtung sogenannter Leuchttürme, an denen Bürgerinnen und Bürger Informationen und Hilfe erhalten können, die Sicherung von Treibstoff, die Bereitstellung von Notstrom sowie die Trinkwasserversorgung über ausgewiesene Notbrunnen. Rund 60 Personen aus Verwaltung, Hilfsorganisationen und Katastrophenschutz-strukturen nahmen an der Übung teil.

Der Tag begann um 8 Uhr mit der Feststellung des Katastrophenfalles durch den Oberbürgermeister und endete gegen 18 Uhr mit einer gemeinsamen Abschlussbesprechung, in der erste Erkenntnisse zusammengetragen wurden.

Mit der Landeskatastrophenschutzübung 2025 wurde ein wichtiger Beitrag zur Krisenvorsorge und Stärkung der kommunalen Resilienz geleistet. Die Auswertung zeigt, dass der Katastrophenschutzstab ein komplexes Szenario aus Strom-, Wasser- und Wärmeausfall strukturiert, zielgerichtet und mit hoher Professionalität bearbeitet hat. Trotz der notwendigen Komprimierung des 72-Stunden-Szenarios auf rund 10 Stunden blieb der Stab durchgehend handlungsfähig, kommunikativ stabil und entscheidungsstark. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele reale Prozesse deutlich zeitintensiver wären und Abstimmungen unter echten Bedingungen länger dauern würden.

Insgesamt bestätigt die Übung, dass die Stadt Dessau-Roßlau gut vorbereitet ist, jedoch einzelne Abläufe weiter optimiert werden müssen, um im Ernstfall noch schneller und effektiver reagieren zu können. Amtsleiter Martin Müller betonte abschließend: „Nur durch regelmäßiges Üben und abgestimmtes Handeln aller beteiligten Akteure können wir sicherstellen, dass im Ernstfall alle Strukturen funktionieren und die Bevölkerung bestmöglich geschützt wird.“

Kontakt

Stadtverwaltung Dessau-Roßlau
Zerbster Straße 4
06844 Dessau-Roßlau

Zentrale
0340 204-0
0340 204-2691119

info@dessau-rosslau.de
www.dessau-rosslau.de

Verwaltungsstandorte und Sprechzeiten