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Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ab 29. April

Auch in diesem Jahr werden wieder Maßnahmen zum Schutz vor den Auswirkungen der Raupenhaare getroffen.

Voraussichtlich ab 29.04.2026 bis Anfang Juni steht zunächst der Einsatz des Biozids Foray® ES und der Einsatz von Nematoden zur Abtötung der Raupen, möglichst bevor diese, die für Mensch und Haustiere gefährlichen Brennhaare bilden, im Fokus.

Das Sprühen des Biozids vom Boden aus, mit auf Fahrzeugen montierten Spezialgebläsen, erfolgt vorrangig in den besiedelten und von Menschen stark frequentierten Bereichen der Stadt Dessau-Roßlau. Die insgesamt dafür vorgesehenen etwa 6.000 Eichen stehen über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Bei Eichen in Gewässernähe werden zur Bekämpfung des EPS anstelle des Biozids Nematoden eingesetzt, um die Gewässerfauna vor Beeinträchtigungen zu schützen.

In diesem Jahr werden, erstmalig im Stadtgebiet, schwer erreichbare Bäume mittels Drohnentechnologie behandelt. Bisher mussten die EPS-Nester von diesen Bäumen mit aufwendiger und kostenintensiver Seilklettertechnik abgesaugt werden. Diese Maßnahme ist für ca. 90 Bäume, schwerpunktmäßig in der Waldsiedlung Kochstedt als auch für Einzelbäume im Stadtgebiet, für Anfang bis Mitte Mai geplant.

Im Jahr 2026 ist erneut eine Bekämpfung des EPS mit Biozid aus der Luft geplant. Das Biozid Foray® ES wird von einem Helikopter auf die Baumkrone gesprüht. Die Bekämpfung mit Biozid aus der Luft, auch als aviochemische Bekämpfung bezeichnet, wird in Dessau-Roßlau voraussichtlich Mitte Mai erfolgen. Das genaue Ausführungsdatum ist auch hier vom Laubaustriebsgrad der Eichen, dem Entwicklungsstand der Raupen und von der Witterung abhängig. Genaue Informationen zum Ausführungszeitpunkt werden daher über die Tagespresse, regionale Radiosender und die sozialen Netzwerke mitgeteilt.

Der Flugbetrieb beginnt etwa ab 8 Uhr morgens und dauert bis zum Nachmittag an. Es wird eine Flugeinsatzzeit von insgesamt einem Tag veranschlagt. Start- und Landeplatz ist der von der DVV Stadtwerke mbH betriebene Verkehrslandeplatz südlich der Straße Alte Landebahn. Beflogen werden insgesamt etwa 80 ha Waldfläche vorrangig im Osten und Süden des Stadtteiles Dessau. Besiedelte Bereiche, Sportplätze, Gartensparten sonstige Vereinsflächen und Gewässer werden zwar überflogen, das Biozid wird dort aber nicht ausgebracht. Horste von unter Schutz stehenden Greifvögeln werden nicht überflogen, soweit diese im Vorfeld der Befliegung bekannt waren.

Für die Bekämpfung des EPS mit Biozid aus der Luft liegt eine naturschutzrechtliche Genehmigung und eine Allgemeinverfügung der Stadt Dessau-Roßlau vor.

Die mit dem Biozid aus der Luft behandelten Flächen dürfen bis mindestens 12 Stunden nach der Ausbringung des Mittels nicht betreten werden, da in diesem Zeitraum Gesundheitsgefahren wie Haut- und Augenreizungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Die entsprechenden Bereiche und Verkehrswege werden für einen Tag gesperrt. Es wird dringend darum gebeten, sich an diese Absperrungen zu halten bzw. die Flächen in dieser Zeit grundsätzlich zu meiden (stadtatlas.dessau-rosslau.de/Eichenprozessionsspinner).

Insbesondere im Bereich des Verkehrslandeplatzes Dessau, aber auch im gesamten Stadtgebiet von Dessau, ist während der Kampagne mit Helikopter - Flugbewegungen in geringer Flughöhe zu rechnen. Für die damit verbundenen Lärmbelästigungen wird um Verständnis gebeten.

Für die Finanzierung der geplanten Bekämpfungsmaßnahmen werden durch die beteiligten Institutionen Mittel in Höhe von etwa 200.000 Euro bereitgestellt. Für die Finanzierung der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wird die Stadt Dessau-Roßlau auch in diesem Jahr durch das Land Sachsen-Anhalt mit Fördermitteln unterstützt.

Alle Informationen rund um das Auftreten und die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners finden Sie auf folgender Seite >>>

Kontakt

Stadtverwaltung Dessau-Roßlau
Zerbster Straße 4
06844 Dessau-Roßlau

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0340 204-2691119

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