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Tag der Städtebauförderung 2026

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Am Samstag, 9. Mai 2026, fand der bundesweite Tag der Städtebauförderung unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ statt. Auch die Stadt Dessau-Roßlau beteiligte sich erneut an dem Aktionstag.

Im Mittelpunkt stand ein Quartiersspaziergang durch das Johannisviertel, der gemeinsam mit dem Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar stattfand. An verschiedenen Stationen wurden Projekte vorgestellt und ihre Bedeutung für die Entwicklung und Belebung des Quartiers erläutert. Dabei entstanden interessante Gespräche und vielfältige Einblicke.

PXNEL

PXNEL

Das junge Dessauer Unternehmen PXNEL stellte seinen neuen Showroom und Coworking-Space sowie seine Geschäftsidee vor. Die dazugehörigen Produkte veranschaulichten das Konzept.

PXNEL entwickelt und produziert regional modulare und multifunktionale Wandpaneele für Messen und Veranstaltungen. Diese lassen sich individuell zusammenstellen und ausstatten. Für seine innovative Geschäftsidee wurde das Unternehmen bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Dessauer Gründerpreis 2023.

Für die Sanierung eines ehemaligen Ladenlokals im Fürst-Leopold-Carré und dessen Umbau zu einem Showroom und Coworking-Space erhielt PXNEL Fördermittel aus dem Verfügungsfonds der Städtebauförderung.

Freiflächen der DWG in der Ferdinand-von-Schill-Straße

Freiflächen der DWG in der Ferdinand-von-Schill-Straße

Auf der Freifläche des zurückgebauten Wohnblocks der DWG in der Ferdinand-von-Schill-Straße besichtigten die Teilnehmenden den neu entstandenen Spielplatz.

Darüber hinaus informierte die DWG über die Planung weiterer Stellplätze sowie über die vorgesehene Begrünung zwischen dem Spielplatz und den künftigen Stellplatzflächen.

Umbau und archäologische Ausgrabungen - Ferdinand-von-Schill-Straße

Umbau und archäologische Ausgrabungen - Ferdinand-von-Schill-Straße

Während der Umbauarbeiten in der Ferdinand-von-Schill-Straße wurden interessante archäologische Funde entdeckt. Unter anderem kamen Reste der Akzisemauer und des Akenschen Tores, alte Leitungen und ein Brunnen zum Vorschein. Anhand von Fotos erläuterte ein Archäologe die frühere Funktion der Akzisemauer als Zollgrenze zur Erzielung von Steuereinnahmen sowie die historische Nutzung des Brunnens. Details zu den Ausgrabungen erläutert das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt beim „Fund des Monats“.

Schwabehaus

Schwabehaus

Der Verein Schwabehaus e. V. stellte die Weinbar& Bistro fein.herb und den Innenhof des Schwabehauses vor. Im Mittelpunkt standen die Belebung des Erdgeschosses, die Mitgestaltung des Gehwegs vor dem Gebäude in der Johannisstraße sowie die kulturelle Nutzung des Hauses.

Außerdem wurde erläutert, wie das leerstehende Schwabehaus vor dem Abriss bewahrt und anschließend saniert werden konnte. Heute wird es von verschiedenen Institutionen genutzt.

Für die Herrichtung und den Umbau des ehemaligen Restaurants im Schwabehaus erhielt der Schwabehaus e. V. Fördermittel aus dem Verfügungsfonds der Städtebauförderung.

Kreisverkehr Katholische Kirche/ Teichstraße - Ferdinand-von-Schill-Straße

Kreisverkehr Katholische Kirche/ Teichstraße - Ferdinand-von-Schill-Straße

Am Werkstatt-Café gewährte das Tiefbauamt Einblicke in die Planung des Kreisverkehrs an der Katholischen Kirche, Teichstraße und Ferdinand-von-Schill-Straße. Dabei wurde das Bauvorhaben anhand von Plänen und einem 3D-Modell vorgestellt und über den zeitlichen Ablauf berichtet. Die Fragen der Teilnehmenden wurden anschließend beantwortet.

Werkstatt-Café

Werkstatt-Café

Das Werkstatt-Café präsentierte seine vielfältigen Angebote: Werkstätten für Textil, Elektro und Fahrräder, Energieberatung sowie verschiedene Workshops.

Neben Reparaturangeboten ist das Café auch ein Ort für Kunst, Austausch und Begegnung. Ziel ist es, Ressourcen zu schonen und defekte Gegenstände gemeinsam – im Sinne von gegenseitiger Hilfe und Selbsthilfe – zu reparieren.

Die Gründung des Werkstatt-Cafés wurde durch das Projekt „NeuSTADT-Meile Dessau“ und Fördermittel aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ ermöglicht.

„mitte“ Dessau

„mitte“ Dessau

Zum Abschluss des Quartiersspaziergangs besuchten die Teilnehmenden das „mitte“ in Dessau. Der Begegnungsort entstand im Rahmen des Forschungsprojekts „Junge Stadtmacher:innen“ der Hochschule Anhalt. Aus einem leerstehenden Lokal wurde ein „urbanes Wohnzimmer", das Raum für Workshops, Coworking, Kulturformate und neue Ideen bietet. Unter dem Motto „Chillen ohne Kaufen" ist ein Treffpunkt entstanden, an dem sich Menschen aufhalten können, ohne etwas konsumieren zu müssen. Das „mitte“ möchte junges Leben in Dessau sichtbar machen und Angebote schaffen, die junge Menschen zum Bleiben und Mitgestalten einladen.

Auch das „mitte" wurde durch das Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" unterstützt.

Herzlichen Dank

Wir bedanken uns bei allen Akteuren und Initiatoren des Tages der Städtebauförderung 2026 für ihren Einsatz und ihr engagiertes Mitwirken!