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4. Maßnahme: Entwässerungskonzeption Waldersee

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Die Ortslage Waldersee ist nordöstlicher Ortsteil der Stadt Dessau-Roßlau mit etwa 2000 Einwohnern. Waldersee liegt im Bereich des Eintrittes der Mulde in die Elbaue. Die Ortsentwässerung ist damit unmittelbar vom Abflussgeschehen in den beiden großen, sich nordwestlich von Waldersee vereinigenden Flüssen Elbe und Mulde abhängig. Dieses wirkt sich nicht nur auf die Oberflächenwasserverhältnisse sondern auch auf die Grundwasserstände im Ort aus. Die Ortslage Waldersee wird, gemeinsam mit dem nordwestlichen Teil der Ortslage Mildensee, von einer Ringdeichanlage umschlossen, welche bei Hochwasserereignissen von Elbe und/oder Mulde eine Überflutung verhindert. Diese besonderen Verhältnisse prägen im Wesentlichen auch die Struktur der Oberflächenentwässerung innerhalb der Ortslage Waldersee. So muss alles anfallende Oberflächenwasser durch die Deichlinien hindurch der Vorflut in der Elbaue zugeführt werden. Das kann nur über besonders gesicherte Bauwerke, die sogenannten Siele, erfolgen. Bei Hochwasserereignissen muss das anfallende Niederschlagswasser an den Siel-Bauwerken in den Hochwasserkörper gehoben werden, was entsprechend leistungsfähige Pumpentechnik voraussetzt. Ausgehend von dieser Situation und sensibilisiert durch die verheerenden Überflutungen nach Bruch des Schwedenwalls im August 2002 sowie den darauf folgenden Extremereignissen vom Januar 2003, April 2006 und Juni 2013 wurde von Seiten des Ortschafts-Rates gegenüber den zuständigen Ämtern der Stadt Dessau-Roßlau mit Nachdruck die Frage aufgeworfen, ob die vorhanden Systeme zur Oberflächenentwässerung diesen Anforderungen in jedem Fall gewachsen sind. Es wurde deshalb von der Stadt Dessau-Roßlau eine Entwässerungskonzeption beauftragt, in der diese komplexen Verhältnisse untersucht werden. Ziel der Entwässerungskonzeption ist es im ersten Schritt, eventuelle Schwachstellen festzustellen und Maßnahmen zu deren Behebung herauszuarbeiten. Im zweiten Schritt sollen dann Baumaßnahmen zur Beseitigung der besonders gravierenden Schwachstellen auf Basis eines Prioritätenplans umgesetzt werden.

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