Die Schäden am Baumbestand im Georgengarten haben zu Ausfällen vor allem alter Einzelbäume geführt. Ursachen waren lange Trockenperioden in den letzten Jahren. Dazu kamen Schädlingsbefall und Krankheiten wie z.B. die Rußrindenkrankheit, die letztendlich auch großflächige Fällungen nach sich zogen und flächenhafte Ausfälle verursacht haben.
Zurückgeblieben sind Bestände, die im Gehölzaufbau und in der Zusammensetzung der Baumarten gestört sind. Sichtbar sind Einzelbäume mit abgesetzten reduzierten Kronen oder noch immer sichtbaren Kronenschäden und große Bestandslücken. Diese Schäden in den Gehölzbeständen im Schlossumfeld, am Rosenkranz, am Fremdenhaus und westlich der Achse Statue der Diana zum Ionischen Tempel werden nun beseitigt.
Das Projekt „Klimaanpassungsmaßnahmen im Georgengarten“ wird Abhilfe schaffen. Es handelt sich im ersten Schritt um Fällungs- und Pflegemaßnahmen, die den Bestandsaufbau unterstützen. Es gehören auch umfangreiche Pflanzmaßnahmen von Einzelbäumen und forstlichen Pflanzgruppen sowie eine Unterstützung des entwicklungsfähigen Bestandes dazu. Im Gartenabschnitt des historischen Obst- und Nutzgartens können wieder Kirschbäume gepflanzt werden. Um die Flächen für die Pflanzungen und die gesteuerte Entwicklung zu ordnen, sind erst einmal überall dort Gehölzentnahmen notwendig, wo der spontane Aufwuchs sich konkurrenzlos in die Gehölzlücken geschoben hat und die Entwicklung nachhaltiger und artenreicher Bestände und Säume aus vielfältigen Sträuchern unterbindet. So kann abgesichert werden, dass sich der Gartenraum im Sinne der historischen Anlage nachhaltig entwickelt, die Gestaltungen wieder ablesbar werden und sich die Bestände langfristig erholen.Diese Absichten wurden der interessierten Öffentlichkeit vor einem Jahr bereits vorgestellt.
Bei den Fällungs- und Rodungsmaßnahmen sollen der schonende Einsatz von Technik und eine daran ausgerichtete Technologie verhindern, dass irreversiblen Schäden an den Vegetationsflächen und bleibenden Beständen entstehen und der Boden geschädigt wird. Wo die Bestände und der Boden besonderer Schonung bedürfen, kann der Einsatz von Rückepferden die Bergung der gefällten Bäume unterstützen. Überall da, wo Stamm- und Astholz mit einer Rückeentfernung bis 50 m transportiert werden soll, sind Rückepferde besonders geeignet.
Wie ein solches Team aus Rückepferden und Mensch arbeitet, kann bei der öffentlichen Vorführung, zu der das Tiefbauamt und das Referat für Stadtgrün einladen, beobachtet werden.
Die Baumfällung und die Arbeiten am Gehölzbestand sollen im Winterhalbjahr 2025 / 2026 erfolgen. Diese Vorbereitungsarbeiten schaffen die Voraussetzung für die Pflanzungen im Herbst 2026 im schlossnahen Umfeld, am Rosenkranz, am Fremdenhaus und seitlich der Achse zwischen der Statue der Diana und dem Ionischen Tempel.
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