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Gemeinsam sind wir Anhalt

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Gemeinsam sind wir Anhalt

Was ist unter "Anhalt" zu verstehen? Anhalt ist aus den am Nordostrand des Harzes gelegenen Stammlanden der Askanier hervorgegangen. Der Name geht auf die von den Askaniern bis 1315 bewohnte Burg "Anhalt" (bei Harzgerode) zurück. Anhalt – zunächst Grafschaft, seit Beginn des 13. Jahrhunderts Fürstentum und ab 1806/07 Herzogtum – erstreckte sich vom Harz über die Saale, Mulde und Elbe hinweg bis zum Fläming.

In Anhalt kam es zu wiederholten Teilungen und zur Ausbildung von Nebenlinien. Bei der letzten großen Erbteilung 1603/06 entstanden die Teilfürstentümer Anhalt-Zerbst (bestand bis 1793), Anhalt-Köthen (bis 1847), Anhalt-Bernburg (bis 1863) und Anhalt-Dessau. Die Dessauer Linie vereinigte 1863, nachdem die anderen Linien erloschen waren, alle Landesteile zum Herzogtum Anhalt mit Dessau als Haupt- und Residenzstadt. Nach der Abdankung des Herzogshauses 1918 wurde Anhalt Freistaat. 1933-45 gehörte es dem NS-Gau Magdeburg-Anhalt an. Ab 1945 wurde Anhalt Teil der preußischen Provinz Sachsen-Anhalt (1947-52 "Land Sachsen-Anhalt"), bis es 1952/58 auf die Bezirke Halle und Magdeburg aufgeteilt wurde. 1990 ging Anhalt als mit-namengebender Bestandteil im neuen Bundesland Sachsen-Anhalt auf.

Die Bedeutung Anhalts für die deutsche und auch europäische Kulturgeschichte gründet sich vor allem auf die vielfältigen – geistesgeschichtlichen, literarischen, pädagogischen, künstlerischen, architektonischen, militärischen, technischen und naturwissenschaftlichen – Leistungen und Impulse, die von hier ausgingen und zum Teil bis heute nachwirken. Dies ist noch viel zu wenig bekannt.

Deshalb sind unter dem Motto "Gemeinsam sind wir Anhalt" die sieben anhaltischen Stadt- und Regionalmuseen in einem dezentralen Ausstellungsprojekt vernetzt. Es veranschaulicht an Hand herausragender Persönlichkeiten und Ereignisse die kulturgeschichtliche Bedeutung dieser Region und macht sie einem breiten Publikum in und auch außerhalb Sachsen-Anhalts bewusst. Neben Ballenstedt, Bernburg, Coswig, Dessau, Harzgerode, Köthen und Zerbst ist auch das niedersächsische Jever beteiligt, das 1667-1793 unter Anhalt-Zerbster Regierung gestanden hat. Konzeptionell auf einander abgestimmt, zeigt jedes dieser Museen andere Aspekte der fassettenreichen Geschichte Anhalts. – Bei der Finanzierung wurden die kommunalen Träger maßgeblich vom Land Sachsen-Anhalt sowie (im Rahmen des Aufbauprogramms ,Kultur in den neuen Ländern') vom Bund unterstützt. Die Projekt-Koordinierung lag in den Händen des Museumsverbands Sachsen-Anhalt e.V.

Der Beitrag des Dessauer Museums für Stadtgeschichte ist die ständige Ausstellung "Schauplatz vernünftiger Menschen ..." Darüber hinaus informiert das Museum in einem Sonderbereich, dessen acht Säulen die acht Partnermuseen symbolisieren, über das Verbundprojekt "Gemeinsam sind wir Anhalt". Hier gibt eine interaktive Multimedia-Schau einen Überblick über das Netzwerk der Ausstellungen und erste Einblicke in deren Präsentationen. Zusätzlich regen markante Exponate zum Besuch der Partnermuseen an. Der Johannbau ist also der erste Anlaufpunkt des Verbundprojekts und dient als Einstieg in die dezentrale Ausstellung zur Geschichte Anhalts.

Adresse

Hausadresse
Museum für Stadtgeschichte Dessau
Johannbau
Schloßplatz 3a
06844 Dessau-Roßlau
0340 2209612  

Postanschrift / Museumsverwaltung
Museum für Stadtgeschichte Dessau
Törtener Straße 44
06842 Dessau-Roßlau
0340 8003790
0340 8003795
museum@stadtgeschichte.dessau.de

Öffnungszeiten

Mittwoch - Sonntag, Feiertage
10.00 - 17.00 Uhr

Montag und Dienstag geschlossen

Das Museum ist im Januar und im Dezember geschlossen.

Eintrittspreise

Erwachsene:  4,50 €
Ermäßigt (bei Vorlage eines Ausweises):  3,50 €

  • Kinder und Jugendliche (6 – 16 Jahre)
  • Schüler, Azubis, Studenten, Wehr- und Zivildienstleistende
  • Schwerbeschädigte
  • Arbeitslose

Schulklassen, Kindergarten- und Hortgruppen (je Person):  1,50 €
Gruppen ab 10 Personen (je Person):  4,00 €
Familienkarte:  10,00 €
Jahreskarte:   20,00 €

Freier Eintritt (bei Vorlage eines Ausweises)

  • Begleitpersonen von Hort-, Kindergarten- und Schülergruppen
  • Sozialpass-Inhaber
  • Flüchtlinge / Jüdische Zuwanderer
  • Asylbewerber
  • Mitglieder des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt
  • Mitglieder des Deutschen Museumsbundes
  • ICOM-Mitglieder
  • bei Besitz der WelterbeCard

Führungspreise

  • Ausstellungsführungen für Gruppen (bis 20 Personen):
    (Voranmeldungen unter Tel. 0340 8003790 erforderlich)
    40,00 € (zuzügl. Eintritt pro Person)

  • Themengebundene Führung (bis 20 Personen):
    (Voranmeldungen unter Tel. 0340 8003790 erforderlich)
    40,00 € (zuzügl. Eintritt pro Person)

  • Für Schulklassen ermäßigte Gruppenführungsgebühr von 25,00 € (zuzügl. Eintritt)

Barrierefreiheit im Johannbau

Im ganzen Haus herrscht Barrierefreiheit (mit Aufzug, halbautomatischen Türen, Sonder-WC); Zugang für Rollstuhlfahrer über die Rampe auf der Westseite des Johannbaus.