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Stadteingang Ost

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Die Gestaltung des Stadteingang Ost ist ein vordringliches Ziel der Stadtentwicklung und begründet sich  aus

sowie aktuellen Initiativen in diesem Bereich.

Der Kernbereich des Stadteingang Ost besteht aus Schloßplatz, Marienkirche, Johannbau, Lustgarten und Mühleninsel. Für die Gestaltung wurde unterstützend ein erweiterter Bereich betrachtet. Dies diente einer umfassenden Untersuchung der strukturellen und funktionellen Verknüpfungen. Dazu wurde 2019/2020 ein Dialog- und Beteiligungsverfahren "Gestaltung Stadteingang Ost" mit 3 Teams aus planenden Bürgerinnen und Bürgern und Stakeholdern der Stadtgesellschaft durchgeführt, das verschiedene Ideen zur Gestaltung entwickeln sollte. Dieses Verfahren wurde in der 2. Jahreshälfte 2019 durchgeführt.

Auf dem Weg zur Realisierung

Im Januar 2020 hatte eine Jury  in der Marienkirche aus den Arbeiten der 3 Teams keinen eindeutigen Sieger gekürt, aber Empfehlungen zum weiteren Umgang mit diesem wichtigen Stadteingangsbereich gegeben. Auf Basis dieser Empfehlungen wurde der so genannten Masterplan „Gestaltung Stadteingang Ost“ erstellt und als Arbeitsrichtung zur Umsetzung durch den Stadtrat am 8.7.2020 (BV/143/2020/III-61) bestätigt.

Abbildung: Übersicht "Masterplan Stadteingang Ost"

Der Beschluss enthält viele Teilaufgaben von möglichen baulichen Lösungen zur barrierearmen Querung der B 185 (Grünbrücke/Trog) über die Gestaltung der Freiflächen an der Mulde (Neue Promenade/Lustgarten/Mühleninsel) bis zur Ermittlung möglicher Kubaturen für einen Museumscampus am Johannbau des Residenzschlosses. Über allem steht dabei, geeignete Fördermöglichkeiten zu erschließen. Dafür mussten die Ideen weiter planerisch ausgearbeitet und vorbereitet werden, unter anderem auch um zu Kostenschätzungen zu kommen. Daran wurde ab dem IV. Quartal 2020 gearbeitet und immer wieder im Kulturausschuss sowie dem Ausschuss für Bauwesen, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt öffentlich informiert. Inzwischen konnten für einige Maßnahmen finanzielle Absicherungen im Haushalt 2022 getroffen werden. Der aktuelle Bearbeitungsstand für verschiedene Themenbereiche, soll im Nachgang erläutert werden.

Grünbrücke

Auf Basis der Machbarkeitsstudie zur Grünbrücke aus der Landesgartenschau-Bewerbung hat das Büro Bonk und Hermann und IVAS  mehreren Varianten (neben der Grünbrücke, ebenerdige Querung, Querung mittels einer Fußgängerbrücke) erarbeitet. Überschlägige Kosten sind ebenfalls ermittelt worden.

Da eine Finanzierung der Maßnahme schwierig erscheint, wird sie vorerst zurückgestellt. In 2023 sollen aber die Fuß- und Radwege entlang der Ludwigshafener Straße erneuert und der Fußgängerüberweg verbreitert werden, um die Verbindung von Innenstadt und Muldufer zu verbessern. Mittelfristig soll aber an der Verlegung der Einmündung der Askanischen Straße gearbeitet werden. Dazu soll zuerst das Baurecht geschaffen werden. Daher wurden zuerst die verschiedenen Trassen-Varianten für die notwendige Freihaltung überlagert und dann die Flächen überplant.

Abbildung: Ausbau niveaugleiche Querung

Gestaltung der Grünbereiche Neue Promenade (Ostseite der Mulde), Lustgarten und Mühleninsel

Die Planungen für den Vorentwurf zur Neuen Promenade auf der Ostseite der Mulde wurden nach einem Vergabeverfahren an eines der Büros aus dem Dialogverfahren, das Landschaftsarchitekturbüro Merz des Teams „Neue Ufer“, übergeben. Erste Ergebnisse liegen vor. Dafür sollen in 2022 Fördermittel eingeworben werden.

Die Planungen zur Neugestaltung von Lustgarten und Mühleninsel sind in Abhängigkeit zu denen der Grünbrücke durch ein weiteres am Dialogverfahren beteiligtes Büro, Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten des Teams „Blau“, vertieft worden und zwar so, dass sie einer späteren Tieferlegung der Straße nicht im Wege stehen.

Abbildung: mögliche Baukorridore Absenkung

Im Ergebnis ist ein Gesamtplan zur Gestaltung von Lustgarten und Mühleninsel entstanden.

Abbildung: Gesamtplan Lustgarten und Mühleninsel

Zukünftig soll gerade die Mühleninsel das reizvolle Muldufer erlebbar machen und mit einem Freizeitangebot, das alle Generationen anspricht, einladend gestaltet werden. Orte der Begegnung, die einer Uferpromenade gerecht werden, gehören genauso dazu wie ausgeprägte Spielräume für kleinere, größere Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene oder ein Café am Flussufer.

Abbildungen: Entwurfsidee Mühleninsel (Blick von Friedensbrücke); Entwurfsidee Gastronomie und Familenspielplatz

Diese Maßnahmen auf der Mühleninsel bedürfen aber weiterer Vorbereitungen, da hier die Sicherung des Hochwasserschutzes und die Vereinbarkeit mit Naturschutz und Baurecht weiter untersucht werden müssen. Das wird in 2022 angeschoben.

Als erster Bauabschnitt werden Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Hof des Johannbaus in diesem Jahr umgesetzt. Der Belag wird erneuert, Bänke und Kübelpflanzen werden aufgestellt und in Teilen blühende Beete angelegt. Der Brunnen soll auch bepflanzt werden.

Parallel wird am Entwurf für den Lustgarten gearbeitet, der 2023 gebaut wird, sofern die Fördermittelbeantragung vom Herbst 2021 erfolgreich ist.

Grundgedanke für die gestalterische Idee ist der historische Lustgarten mit dem sogenannten Hippodrom. (Ovale Reitbahn)

Abbildung: historische Ansicht Lustgarten und Entwurfsentwicklung Neuinterpretation des historischen Hippodroms

Neben einem blühenden Band, als Zitat für das Hippodrom des historischen Lustgartens soll eine Hecke die Lustgartenmauer aufnehmen, vervollständigen und in den Lustgarten hinein verlängern. Der Lustgarten bekommt ein verändertes Wegesystem, das die Aneignung der Flächen unterstützt und das einen funktionierenden Bezug zur Mühleninsel herstellt. Eine nachfolgende Perspektive vermittelt die Gestaltungsabsicht für den zukünftigen Freiraum.

Abbildung: Perspektive der möglichen Gestaltung vor dem Lustgartentor

 

 

Museumscampus

Mit fachlicher Unterstützung des Museumsverbandes wurden die notwendigen Flächen für einen modernen Museumscampus ermittelt. Grundlage bildeten die beiden Museen für Naturkunde und Vorgeschichte sowie für Stadtgeschichte. Auf dieser Basis hat das Architekturbüro Steinblock Architekten (Team „Wir sind uns Grün“ aus dem Dialogverfahren) verschiedene städtebauliche Lösungen am Standort Johannbau ermittelt. Diese wurden dem Kultur- und Bauausschuss im Juni/Juli 2021 vorgestellt. Aktuell ist die Diskussion über einen möglichen Standort für einen Museumscampus noch einmal eröffnet worden, so dass erst nach einer abschließenden Festlegung am Standort Stadteingang Ost weitergearbeitet wird.

 

 

 

Kontakt

Amt für Stadtentwicklung, Denkmalpflege und Geodienste
Gustav-Bergt-Straße 3
06862 Dessau-Roßlau

0340 204-2061
stadteingang-ost@dessau-rosslau.de

Karte

Entwurfswerkstatt am 08./09. November 2019

Entwurfswerkstatt am 08./09. November 2019

Bürgerinnen und Bürger entwickelten in enger Zusammenarbeit mit Planungsbüros Ideen für den Stadteingang Ost und erarbeiteten erste Skizzen, die anschließend gleich der Öffentlichkeit vorgestellt wurden und danach der weiteren Ausarbeitung der Konzepte zugrunde gelegt werden.

An der Entwurfswerkstatt nahmen sowohl Betroffene aus dem Gebiet als auch Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dessau-Roßlau insgesamt teil. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgte anhand von Kriterien wie Wohnort, Alter und Geschlecht, um die Bürgerschaft repräsentativ einzubeziehen.

Den Abschluss der Entwurfswerkstatt bildete eine öffentliche Präsentation der drei entstandenen Entwürfe am Samstagnachmittag. Bei der Präsentation beantworteten die Teams alle Fragen und die Hinweise aus der Bürgerschaft wurden übergeben.

Vielen Dank an alle Mitwirkende, die sich bei der Entwurfswerkstatt engagiert haben.

Die Dokumentation der Veranstaltung steht rechts in der Spalte unter "Veranstaltungen" zur Verfügung.

Ausstellung der drei Konzepte im Februar 2020

Ausstellung der drei Konzepte im Februar 2020

Im Anschluss an die öffentliche Präsentation der Konzepte aus dem Dialogverfahren am 23. Januar 2020 waren diese vom 10. Februar bis 04. März 2020 ausgestellt. Alle Interessierten hatten die Möglichkeit, sich während der Ausstellung in der Tourist-Information Dessau über das Dialogverfahren und die Konzepte zu informieren.

Präsentation der Konzepte am 23. Januar 2020

Präsentation der Konzepte am 23. Januar 2020

Die Planungsbüros entwickelten die in der Entwurfswerkstatt erarbeiteten Entwurfsideen weiter. Die daraus entstandenen Konzepte stellten die Teams öffentlich am Abend des 23. Januar 2020 in der Marienkirche vor.

Zu dieser Präsentation waren mehr als 300 Besucherinnen und Besucher gekommen. Engagiert und interessiert wurde die Gelegenheit genutzt, mit den Teams ins Gespräch zu kommen und dann nach einer umfassenden Diskussion dem Auswahlgremium ihre Hinweise mit auf den Weg zu geben.

Anschließend, am 24. Januar 2020, tagte ein Auswahlgremium - wiederum besetzt aus Politik, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern sowie Experten aus Städtebau und Landschaftsplanung - und empfiehlt dem Stadtrat eine Lösung zur weiteren Bearbeitung und Umsetzung. Das endgültige Votum ist Teil der Dokumentation.

Die Dokumentation der Veranstaltung am 23. und 24. Januar 2020 steht rechts in der Spalte unter "Veranstaltungen" zur Verfügung.

Expertendialog am 01. Oktober 2019

Expertendialog am 01. Oktober 2019

Lokale Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft und der politischen Gremien trugen die fachlichen und politischen Anforderungen zur Gestaltung des „Stadteingang Ost“ zusammen und präzisierten die Aufgabenstellung für die Entwurfswerkstatt.

Die Aufgabenstellung steht rechts in der Spalte unter "Dokumente" zum Abruf bereit.

Informationsveranstaltung am 12. September 2019

Informationsveranstaltung am 12. September 2019

 

In dieser öffentlichen Informationsveranstaltung informierten Stadtverwaltung und das beauftragte Moderatorenteam über das Dialogverfahren und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die rund 100 Anwesenden diskutierten und gaben Hinweise und Anregungen für das Verfahren. Die Dokumentation der Veranstaltung einschließlich der Präsentation stehen rechts in der Spalte unter "Veranstaltungen" zur Verfügung.