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1. Maßnahme: Fassung und Ableitung von Qualm- und Drängewasser in Großkühnau

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Der Ortsteil Großkühnau im Westen der Stadt Dessau- Roßlau liegt unmittelbar am Hochwasserablaufgebiet der Elbe. Die Ortslage wird im Norden, Osten und Westen durch Hochwasserschutzdeiche (Hauptdeiche) vor Überflutungen durch Elbehochwasser geschützt. 

1.1 Verwallung Burgkühnauer Allee

Die geplante Verwallung (kleiner Deich) soll bei extremen Hochwasserereignissen verhindern, dass hinter dem Hauptdeich zu Tage tretendes Wasser in die angrenzende Gartenanlage einströmt und weiter in die Ortslage Großkühnau eindringt. Das mit der Errichtung der Verwallung verbundene höhere Stauniveau hinter dem Hauptdeich vermindert gleichzeitig das Nachströmen von bei Hochwasser ansteigendem Grundwasser (sog. „Qualmwasser“). Die Notwendigkeit der Errichtung dieser Verwallung begründet sich aus den Erfahrungen bei der Deichverteidigung während der Extremhochwasserereignisse in den Jahren 2002 und 2013. Die Verwallung wurde mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt im Jahre 2005 erstmals abgestimmt. Die Dimension der Verwallung wurde konstruktiv unter der Maßgabe der Schonung des Baumbestandes gewählt und beruht auf den Erfahrungen der Sandsackverbaue in Hochwasserfällen.

1.2 Graben Burgkühnauer Straße

Unabhängig von der zu errichteten Verwallung wird weiterhin auch aus anderen Bereichen des Hauptdeiches entlang der Gartensparte bei extremem Hochwasser Grundwasser im Deichhinterland zu Tage treten. Weiterhin ist nicht auszuschließen, dass während solcher extremen Hochwasserereignisse auch noch starke Niederschläge hinzukommen. Zur schadlosen Fassung und Ableitung dieser Wassermengen, bevor sie in die Bereiche mit Wohnbebauung eintreten, ist der Graben Burgkühnauer Straße vorgesehen. Zum Ableiten des Wassers mittels Pumpen über die nördlich gelegene Hochwasserschutzanlage (Hauptdeich) wird am Tiefpunkt des Grabens ein Pumpensumpf angelegt. Auch dieser Graben wurde mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt im Jahre 2005 erstmals abgestimmt. Zum Einsatz kommen bei Hochwasserereignissen mobile Pumpen. Die Parkplatzsituation im öffentlichen Verkehrsraum wird durch den geplanten Graben nicht beeinträchtigt.
Die fußläufige Zugänglichkeit zur Gartensparte bleibt erhalten.

Kontakt

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