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ZUKUNFTSREISE Dessau-Roßlau

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ZUKUNFTSREISE-Dessau-Roßlau - Was ist das?

Die ZUKUNFTSREISE Dessau-Roßlau ist ein innovatives Projekte zur Bürgermitgestaltung. In seinem Rahmen konnte sich die Bevölkerung der Stadt Dessau-Roßlau seit Oktober 2021 in verschiedener Form in die Entwicklung einer Vision und die Ausarbeitung Projektideen zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit aus Bürgersicht einbringen und hat dies auch sehr rege benutzt. Die Durchführung erfolgte auf Initiative des Kulturforums Dessau und ist nur durch die breite Unterstützung des Stadtrates sowie finanzielle Förderung aus dem Landesprogramm „Demografie-Wandel gestalten“ möglich. 

»» Sehen Sie sich dazu auch den Beitrag auf RAN1 Regionalfernsehen an: https://www.ran1.de/index.php?cmd=18138

»» Alle zusammengetragenen Ideen und Vorschläge für ein zukunftsstarkes Dessau-Roßlau können Sie im Aktionsprogramm nachlesen.

»» Die Ergebnisdartellung mit der Einschätzung durch Verwaltung und Politik zur Umsetzbarkeit und Priorisierung haben wir auf den folgenden Seiten für Sie zusammengestellt: Ergebnisdarstellung

Unsere letzte Veranstaltung

ZUKUNFTSREISE – Bürgerbeteiligung einmal anders

Verwaltung und Stadträte im Gespräch zu Bürgerideen


Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten am 11. Oktober der Einladung der Stadt zum Feedback-Dialog ZUKUNFTSREISE im Bauhaus Museum. „Unser Anliegen heute ist es, mit den Bürgern ins Gespräch zu den 21 Zukunftsimpulsen für unsere Stadt zu kommen, die sie im Rahmen eines offenen Bürgerbeteiligungsprojektes seit Oktober 2021 selbst erarbeitet haben“, betonte Oberbürgermeister Dr. Robert Reck bei der Begrüßung der Gäste. Er dankte zugleich der Landesregierung für die Projektförderung aus dem Landesprogramm „Demographie - Wandel gestalten“.

Die 21 Zukunftsimpulse haben die Bürgerinnen und Bürger in einem „Aktionsprogramm für ein zukunftsstarkes Dessau-Roßlau“ zusammengefasst. Enthalten sind 142 Vorschläge wie eine Kulturnacht, ein gezieltes Citymanagement, die Verbesserung der Radinfrastruktur bis hin zu Strategieansätzen für die Stärkung der Stadt als Wirtschaftsstandort. Einige der Vorschläge darunter sind aber auch in der Umsetzungsverantwortung der Bürger selbst oder von Dritten außerhalb von Verwaltung und Stadtrat, so die für die ZUKUNFTSREISE verantwortliche Projektleiterin Anita Steinhart von der OB-Stabstelle Strategische Stadtentwicklung.

Erst im Juli hatten Vertreterinnen und Vertreter der Projektgruppen das von ihnen erarbeitete Aktionsprogramm dem Stadtrat zur Sichtung vorgelegt. Sie baten um eine politische Einschätzung der Relevanz und Priorität der Maßnahmenvorschläge, welche die Bürger zur schrittweisen Umsetzung der 21 Zukunftsimpulse erarbeitet hatten. Gleichzeitig sollte die Verwaltung die Umsetzbarkeit prüfen. Bis zu dem für den 11. Oktober angesetzten Feedback-Dialog waren dabei zunächst die rund 60 Maßnahmen im Fokus zu nehmen, welche aus Sicht der Bürger schon im kurzfristigen Zeithorizont der nächsten zwei Jahre realisiert werden sollen. Verwaltung und die Stadtratsfraktionen beschäftigten sich folglich nach der Sommerpause unter diesen Maßgaben mit dem Aktionsprogramm und präsentierten das Ergebnis beim oben erwähnten Feedback-Dialog am 11. Oktober.

Bei der Veranstaltung standen leitende Verwaltungsmitarbeiter und Stadträte in vier thematischen Fokusgruppen vor den erwähnten Ampeldarstellungen Rede und Antwort zu ihren Einschätzungen. Es wurde rege kommentiert und diskutiert, so dass vielfach ein gelungener Austausch zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Stadtrat entstand. Im Mittelpunkt standen zwei wichtige Leitfragen. Zum einen, wie man nach Abschluss der vom Land geförderten Ideenausarbeitungsphase nun über die fachlich zuständigen Stellen funktionierende Arbeitsstrukturen für die weitere Umsetzung entwickelt. Zum anderen, wie man in Dessau-Roßlau Bürgermitgestaltung und Bürgerbeteiligung künftig verstetigen kann. Laut Aktionsprogramm schlagen die Bürger dazu bspw. vor, dass vom Rathaus künftig regelmäßige „Stadtdialoge“ zu übergeordneten Fragen der Stadtentwicklung durchgeführt werden. Oberbürgermeister Robert Reck gibt sich diesbezüglich beim gemeinsamen Abschlussgespräch mit Eiko Adamek als Vertreter der Politik, Thoma Holzmann als Vertreter des Kulturforums und Tom Fischer als Vertreter der Projektgruppen aus Bürgern, die sich im ZUKUNFTSREISE-Prozess engagiert haben, sehr zuversichtlich.

Einschätzung der Maßnahmenvorschläge aus dem Aktionsprogramm der Bürger durch Verwaltung und Stadtratsfraktionen

Die Umsetzbarkeit der 68 kurzfristigen Maßnahmenvorschläge der Bürger wird durch die Verwaltung recht gut eingeschätzt: 24 Maßnahmen wird eine sehr hohe und 13 eine eher hohe Umsetzbarkeit attestiert. Zu 19 weiteren Maßnahmen besteht noch Abstimmungsbedarf, wofür dann auch der Feedback-Dialog rege genutzt wurde. Für die übrigen neun Maßnahmen empfiehlt die Verwaltung eine spätere Befassung, da deren Umsetzbarkeit aktuell nicht eingeschätzt werden kann.

Die Stadtratsfraktionen wurden von den Bürgen aufgefordert, die Relevanz und Priorität der Maßnahmenvorschläge einzuschätzen. Auch hier kamen vornehmlich positive Rückmeldungen, wenngleich die Fraktionen an manchen Stellen naturgemäß auch unterschiedliche Positionen geltend machen.

Übersichtlich illustriert werden die Ergebnisse mit einer Art „Ampeldarstellung“ für jeden der bislang eingeschätzten 68 kurzfristigen Maßnahmenvorschläge. Sie wurden vom Institut für Partizipatives Gestalten, das im Auftrag der Stadt für die Prozessmoderation des ZUKUNFTSREISE-Projekts verantwortlich ist, eigens für den Feedback-Dialog entworfen.

Was davor passierte

Wichtige Prozessetappen des Bürgermitgestaltungsprojektes ZUKUNFTSREISE Dessau-Roßlau bildeten

  1. Zukunftskonferenz vom 08.-10. Oktober 2021 im Hugo-Junker-Technik Museum, Dessau

    Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren hier rund 80 Bürgerinnen und Bürger, die auf Basis eines Stichprobenverfahrens nach den Kriterien Stadtteilzugehörigkeit, Altersgruppe und Geschlecht ausgewählt wurden. Fast 200 Personen aus der Bürgerschaft hatten im Rahmen eines vorgelagerten mehrmonatigen öffentlichen Interessenbekundungsverfahrens ihre Bereitschaft zur Mitwirkung signalisiert. Das hieß, sie waren bereit, sich ein ganzes Wochenende die Zeit zu nehmen, auf Basis der Zukunftskonferenzmethode an der Entwicklung einer gemeinsame Vision mit zentralen Handlungsfelder und ersten Projektideen für ein zukunftsstarkes Dessau-Roßlau zu arbeiteten. Fachlich begleitet wurden die ausgewählten Bürgerinnen und Bürger bei der Zukunftskonferenz von mit ca. 15 Expertinnen und Experten aus der Stadtgesellschaft.

  2. Öffentlicher „ZUKUNFTSREISE-Marktplatz der Ideen“ am 6. November 2021 im Saal der DVV-Stadtwerke Dessau

    Hier kamen rund 100 Interessierte aus der Bürgerschaft, Verwaltung und Politik zusammen. Ziel war, die Projektideen kennenzulernen, welche im Rahmen der o.g. Zukunftskonferenz im Oktober entstanden waren. Gleichzeitig bestand für alle Interessierte die Möglichkeit, sich einer, der am Nachmittag des Veranstaltungstages gebildeten thematischen zehn Projektgruppen anzuschließen. Ihre Aufgabe bestand im Weiteren darin Ideen auszuwählen und zu konkreten Projektvorschlägen auszuarbeiten

  3. Projektgruppenübergreifende Zusammenkünfte der thematischen Projektgruppen

    im Rahmen der sog. monatlichen „Hafenrundfahrten“ seit Dezember 2021 sowie der Follow-up-Workshop am 05.03.2022, die pandemiebedingt jeweils nur virtuell stattfinden konnten.

  4. Zahlreiche selbstorganisierte Treffen der Bürgerinnen und Bürger aus den zehn Projektgruppen

    Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben sich seit Bildung der Projektgruppen im November 2021 in unzähligen Zusammenkünften immer wieder in ihrer Freizeit zusammengefunden und auch neue Interessierte akquiriert, um ausgewählte Projektideen selbstständig weiter zu bearbeiten und in Steckbriefform zu konkretisieren.

  5. Öffentlicher ZUKUNFTSREISE-Impulsdialog der Bürgerinnen und Bürger am 14. Mai 2022 in der Elbe-Rossel-Halle

    Auch hier wurden über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt. Im Fokus stand die Information und öffentliche Debatte der Bürgerschaft Zukunftsimpulsen für die Stadt. Diese wurden von den Projektgruppen ausgearbeitet und mit einigen Anmerkungen aus dem Impulsdialog nun gemeinsam mit dem Maßnahmenvorschlägen in einem sogenannten „Aktionsprogramm für ein zukunftsstarkes Dessau-Roßlau“ zusammengefasst.

  6. Stadtratsübergabe des „Aktionsprogrammes für ein zukunftsstarkes Dessau-Roßlau“ durch Bürgerinnen und Bürger am 12. Juli 2022

    Mit der Übergabe des Aktionsprogrammes (Link zum runterladen)wurden die Stadträtinnen und Stadträte sowie die Verwaltung dazu aufgefordert, die erarbeiteten Maßnahmenvorschläge zu den entwickelten 21 Zukunftsimpulsen auf Umsetzbarkeit und Relevanz/Priorität zu prüfen. Die Ergebnisse dieser Einschätzungen sollen zum Abschluss des ZUKUNFTSREISE-Projektes im Rahmen eines öffentlichen Feedback-Dialogs mit Verwaltung und Politik am 11. Oktober 2022 der interessierten Öffentlichkeit präsentiert und diskutiert werden.



  7. Kompass-Dialog ZUKUNFTSREISE

    Am 11. Oktober ging es als nächste Etappe in den Kompass-Dialog ZUKUNFTSREISE von 16.30 Uhr -19.30 Uhr, im Bauhaus Museum Dessau, das sich im Herzen der Stadt befindet. Dazu waren alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein. Es erwartete Sie ein spannender Abend mit einem direkten Feedback aus Stadtpolitik und Verwaltung zu vielen Maßnahmenvorschlägen aus dem „Aktionsprogramm für ein zukunftsstarkes Dessau-Roßlau“.  Informiert wurde beim Kompass-Dialog ZUKUNFTSREISE nun zur Einschätzung der Umsetzbarkeit und Relevanz der Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Aktionsprogramm aus Sicht der Verwaltung und Stadtratsfraktionen.


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