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Objekte rund um die Dessauer Badekultur an Mulde und Elbe

Das Museum für Stadtgeschichte Dessau präsentier passend zur Jahreszeit eine neue Ausstellung zum Thema Flussbaden in Dessau.

Dessau ist, was die Badekultur betrifft, eine relativ ungewöhnliche Stadt. Noch heute gibt es neben modernen Schwimmbädern mehrere Naturbäder. Um 1920 waren alleine an der Mulde und ihren Nebenarmen, der Jonitzer Mulde und dem Rehsumpf, mindestens acht Badestellen zu finden. Doch Belege für das Baden an der Mulde existieren bereits weitaus früher und führen uns in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Zu dieser Zeit machte sich eine Gruppe von Pädagogen unter der Führung von Johann Bernhard Basedow detaillierte Gedanken darüber, warum das Schwimmen für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Bestandteil der Erziehung sein sollte. In diesem Zusammenhang entstand auch das Modell einer Flussbadeanstalt, das von Schülern um 1780 gefertigt wurde und sich heute im Museum für Stadtgeschichte Dessau befindet.

Zu den ältesten erhaltenen Flussbadeanstalten in Deutschland zählt auch die historische Flussbadeanstalt am Rehsumpf. Mit ihren aufgestelzten weiß-blau strahlenden Kabinen aus Holz ist sie einmalig und ist daher unter Denkmalschutz gestellt. In Vorbereitung auf die Ausstellung „Mehr Licht, Luft, Sonne. Das Flussbad am Dessauer Rehsumpf“ rief der Rehsumpf e.V. in Kooperation mit dem Museum für Stadtgeschichte Dessau im letzten Jahr die Bevölkerung dazu auf, ihre persönlichen Erlebnisse an die ehemalige Flussbadeanstalt im Rehsumpf und andere Dessauer Badestätten mitzuteilen sowie materielle Zeitzeugnisse rund um das Schwimmen für ein Ausstellungsvorhaben zur Verfügung zu stellen.
Viele Dessauer und frühere Dessauer, die am Rehsumpf Schwimmen gelernt haben, sind dem Sammelaufruf gefolgt und haben dafür ihre Familienalben geöffnet und dem Verein und dem Museum Fotos, Auszeichnungen, Zeitungsausschnitte und Erinnerungsstücke übergeben. Auch Objekte wie Stühle, Badeanzüge und Schwimmausweise wurden aus den Kellern hervorgeholt. Diese werden nun im Museum für Stadtgeschichte Dessau präsentiert.

Die Ausstellung wird am 18. August um 15 Uhr im Museum für Stadgeschichte Dessau, im Johannbau, eröffnet.

Hinweis

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