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Aufruf zur Einreichung von Projektideen

Aufruf der Stadt Dessau-Roßlau zur Einreichung von Projektideen zur Realisierung von MIKROPROJEKTEN im Rahmen des Modellprogramms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“

Die Umsetzung des Modellprogramms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ der Stadt Dessau-Roßlau erfolgt über die Anlaufstelle „ABSPRUNG“ und hat die gesellschaftliche, schulische und berufliche [Re-] Integration von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 26 Jahren zum Ziel. Unsere Kommune hält deshalb verschiedene sozialpädagogische Angebote, passgenau auf die individuelle Bedarfslage der Zielgruppe zugeschnitten, vor, und setzt diese mit folgenden Programmbausteinen um:

  1. Case Management
  2. Aufsuchende Jugendsozialarbeit
  3. Niederschwellige Beratung/Clearing
  4. Mikroprojekte mit Mehrwert für das jeweilige Stadtquartier und dessen Bewohnende

Das Jugendamt der Stadt Dessau-Roßlau steuert und koordiniert diese Angebote. Dabei kooperiert die Kommune im Sinne der „Förderung aus einer Hand“ eng mit freien Jugendhilfeträgern, dem Jobcenter Dessau-Roßlau, der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg, Schulen, dem Quartiersmanagement und weiteren regionalen Partnern.

Seit 2015 werden finanzielle Ressourcen und fachliches Know-how im Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ gebündelt. Damit leistet "JUGEND STÄRKEN im Quartier" auch einen Beitrag zu einer integrierten, sozialen Stadtentwicklung.

Die Stadt Dessau-Roßlau wird im Rahmen des Modellprogramms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ Mikroprojekte für das Jahr 2018 vergeben.

Mikroprojekte sind Gruppenmaßnahmen mit Quartiersbezug. Sie sollen die sozialen Kompetenzen der Teilnehmenden fördern und einen Mehrwert für das benachteiligte Quartier schaffen – entweder ideell oder materiell. Die Mikroprojekte sind dabei ein aktiver Bestandteil mit sozialpädagogischer Betreuung und Begleitung durch das Projektteam in der Anlaufstelle „ABSPRUNG“. So ist eine enge Verzahnung der unterschiedlichen Programmbausteine gewährleistet.

Teilnahmebedingungen

Die Durchführung der Mikroprojekte soll durch lokale Akteure erfolgen. Anträge können anerkannte Träger der freien Jugendhilfe und/oder zivilgesellschaftliche Akteure, die mit ihrer Arbeit junge Menschen in multiplen Problemlagen im Alter von 12 bis 26 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund unterstützen, stellen. ?

Mikroprojekte mit Quartiersbezug sollen folgende Schwerpunkte aufweisen:

  • Aktivierung, Kompetenz- und Persönlichkeitsstärkung der jungen Menschen,
  • Förderung sozialer Kompetenzen, wie Team- und Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstorganisation der Zielgruppe,
  • Durchführung als Gruppenmaßnahmen, die das soziale Miteinander fördern,
  • Schaffung eines Mehrwertes für benachteiligte Quartiere im Stadtgebiet entsprechend dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Vgl. URL: https://verwaltung.dessau-rosslau.de/stadtentwicklung-und-umwelt/stadtentwicklung/staedtebaufoerderung/soziale-stadt.html [10.08.2017]) durch Aufwertung von Wohnumfeld und öffentlichen Räumen/ Plätzen schaffen (Beispiele dafür sind Bäume zu pflanzen, Plätze zu verschönern, neue Freizeitplätze/-möglichkeiten für junge Menschen zu schaffen, soziales Miteinander verbessern, Integration Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund durch gemeinsame Feste stärken, Engagement für ältere Mitmenschen),
  • Erleichterung des Einstiegs in Ausbildung oder Arbeit sowie gesellschaftliche Integration,
  • aktive Zusammenarbeit mit den Fachkräften der Anlaufstelle „Absprung“ und regionalen Akteuren.

Junge Menschen sollen dazu angeregt werden, sich an der Entwicklung und Umsetzung von Projekten zu beteiligen oder eigene Ideen einbringen.

Die praktisch angelegten Mikroprojekte sollen bedarfsgerecht durchgeführt werden und müssen von Nachhaltigkeit geprägt sein. Anknüpfungspunkte zu anderen Projekten sind durchaus gewünscht.

Längerfristige Qualifizierungs- sowie Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen nach § 13 Abs. 2 SGB VIII und nach anderen Gesetzbüchern können durch den Baustein "Mikroprojekte" nicht gefördert werden.

Indikatoren und Qualitätsanforderungen an Mikroprojekte

Vom jeweiligen Antragsteller für ein Mikroprojekt sind ein inhaltliches Konzept und ein Finanzierungsplan vorzulegen. Des Weiteren müssen messbare Erfolgsindikatoren und deren Evaluation vom Antrag Stellenden benannt werden.

Für die Betreuung der Mikroprojekte ist qualifiziertes Personal einzusetzen, das Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorzuweisen hat sowie über interkulturelle Kompetenzen und Genderkompetenzen verfügt. Des Weiteren muss der Antragstellende Kenntnisse über die lokalen Strukturen, Akteure und Angebote im Übergang Schule zum Beruf haben.

Eine sozialpädagogische Fachkraft ist fester Ansprechpartner für die jungen Menschen während der gesamten Projektlaufzeit. Diese Betreuung kann auch durch die Ansprechpartnerinnen der Anlaufstelle „ABSPRUNG“ übernommen werden.

Antragsvolumen

Für jedes Mikroprojekt können bis zu 10.000 Euro Förderung, für drei bis fünf Monate Laufzeit, beantragt werden.

Eine optionale Verlängerung ist, nach Rücksprache, möglich.
Die Mindestantragssumme für ein Projekt beträgt 1.000 Euro.

Auf Grundlage von Art. 14 Abs. 2 der Verordnung (EU) Nr. 1304/2013 ist ein Pauschalsatz in Höhe von 22 % der direkten förderfähigen Personalkosten zu nutzen, um die förderfähigen Restkosten (Sachkosten) eines Vorhabens abzudecken. Verringern sich die förderfähigen Personalausgaben im Projektverlauf, ermäßigt sich im Rahmen der Endabrechnung automatisch auch der Betrag für die Restkosten, da der Pauschalsatz in Höhe von 22 % dann von einer geringeren Bezugsgröße berechnet wird.

Durch den Antragsteller sind Eigenmittel oder Eigenleistungen im Umfang von 10 % der Gesamtkosten des Projektes einzubringen und nachzuweisen (z. B. Mietkosten, anteilig Sach- bzw. Personalkosten).

Alle mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Einnahmen, insbesondere Zuwendungen, Leistungen Dritter und der Eigenanteil des Zuwendungsempfängers sind als Deckungsmittel für alle mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Ausgaben einzusetzen. Eine höhere Fördersumme ist im begründeten Bedarfsfall möglich. Zusätzlich können auch andere Förderprogramme herangezogen und mit dem Mikroprojekt kombiniert werden.

Antragsmodalitäten

Die Antragstellung erfolgt an die

    Stadt Dessau-Roßlau
    Koordinierungsstelle „JUGEND STÄRKEN im Quartier“
    Frau Schröder
    Zerbster Straße 4
    06844 Dessau-Roßlau
    Claudia.Schroeder@dessau-rosslau.de

mittels des vorgegebenen Antragsformulars. Die Antragsunterlagen finden Sie können von der vorstehend benannten Koordinatorin abgefordert werden.

Der Antrag gilt nur als vollständig, wenn er fristgemäß postalisch (rechtsverbindlich unterschrieben) und digital (per E-Mail) eingegangen ist.

Antragsfrist

Für das Förderjahr 2018 sind die Projektskizzen bis zum 15. Dezember 2017 einzureichen.

Alle Projektanträge beziehen sich auf das Förderprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ (JUSTiQ) in Dessau-Roßlau, das am 01.01.2015 begonnen hat und am 31.12.2018 endet.

Alle mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Einnahmen, insbesondere Zuwendungen, Leistungen Dritter und der Eigenanteil des Zuwendungsempfängers sind als Deckungsmittel für alle mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Ausgaben einzusetzen.

Weitere Informationen zum Modellprogramm erhalten Sie unter: www.jugend-staerken.de

Hinweis

Stadt Dessau-Roßlau
Referat des Oberbürgermeisters / Pressestelle
Zerbster Straße 4
06844 Dessau-Roßlau

0340 204-2213
0340 204-2913
pressestelle@dessau-rosslau.de  
www.dessau-rosslau.de