Am frühen Dienstagmorgen, dem 2. Juni 2026, wurden die Einsatzkräfte um 01:30 Uhr zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in die Antoinettenstraße in Dessau-Roßlau alarmiert. Vor Ort stellte sich jedoch schnell heraus, dass kein Brand vorlag. Die Feuerwehr kontrollierte den vom Anrufer gemeldeten Bereich im 5. Obergeschoss, konnte dort jedoch keine Hinweise auf ein Feuer feststellen. Bei der weiteren Erkundung entdeckten die Einsatzkräfte die eigentliche Ursache des Einsatzes: Im 10. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Antoinettenstraße war eine Wasserleitung geplatzt. Das austretende Wasser hatte sich bereits über mehrere Etagen ausgebreitet. Die Feuerwehr stoppte den Wasseraustritt und kontrollierte anschließend die betroffenen Wohnungen. Insgesamt wurden 15 Wohnungen durch das Wasser beschädigt. Die Einsatzkräfte entfernten das eingedrungene Wasser mit mehreren Nasssaugern. Aufgrund der erheblichen Schäden mussten die betroffenen Wohnungen aus Sicherheitsgründen von der Stromversorgung getrennt werden. Die Maßnahmen erfolgten in Abstimmung mit dem Notdienst der Dessauer Wohnungsbaugesellschaft (DWG). Die Bewohner wurden über die Situation informiert und auf die Möglichkeit einer Notunterkunft hingewiesen. Keiner der Betroffenen machte von diesem Angebot Gebrauch. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Nach rund zweieinhalb Stunden konnten die Einsatzkräfte den Einsatz gegen 04:00 Uhr beenden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 350.000 Euro geschätzt. An der Einsatzstelle war die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren Dessau-Süd, Waldersee und Roßlau mit insgesamt 28 Einsatzkräften und 8 Einsatzfahrzeugen.
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