A+ A-

Jugend Stärken im Quartier

Startseite / Gesundheit & Soziales / Kinder, Jugend und Familie / Zielgruppen- und Projektförderung / Jugend Stärken im Quartier

Aktuelles

Flyer Jugendliche
Flyer Netzwerkpartner
Flyer Netzwerkpartner
 


ESF-Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier"

ESF-Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier"

Die Stadt Dessau-Roßlau beteiligt sich auch in der 2. Förderphase bis 30.06.2022 am bundesweiten Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ (JUSTiQ). Mit diesem Programm werden Kinder, Jugendliche und junge Volljährige im Alter von 12 bis 26 Jahren bei der Überwindung individueller Hürden im Übergang Schule – Ausbildung – Beruf unterstützt. Dafür wurde im ersten Förderzeitraum die Anlaufstelle „ABSPRUNG“ in der Friedrich-Naumann-Straße 12 im Stadtzentrum Dessau-Roßlaus eingerichtet und Beratungs- und Betreuungsangebote durch das professionelle JUSTiQ-Team etabliert.
Ein bedeutender Programmbaustein ist die Umsetzung von Mikroprojekten in Dessau-Roßlau. Hier können sich junge Menschen einbringen, ihre Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen ausprobieren und erweitern sowie aktiv das Stadtquartier mitgestalten.
Das Mikroprojekt „ABO – Arbeits- und Berufs-Orientierung“ (01.06.2019 – 31.12.2019) dient der Erprobung und Unterstützung beim Ausbau persönlicher und fachlicher Kompetenzen in Vorbereitung auf die berufliche Zukunft junger Menschen. Neben der Beratung und Fallbegleitung können Jugendliche entsprechend ihrer Bedarfe am Bewerbungstraining oder an Workshops teilnehmen. Die Gestaltung des Stadtquartiers, in dem sich junge Menschen in ihrer Freizeit aufhalten, wird im Rahmen des Programms „JUSTiQ“ gefördert.
So fand vom 21.08.2019 bis zum 04.10.2019 der Bauworkshop „Skatepark am AKW“ (Akazienwäldchen) im Rahmen des Mikroprojektes „ABO“ statt. Unter der fachlichen Leitung von Herrn Schamberg und durch die Umsetzung von Herrn Buhlmann, die über langjährige Erfahrungen im Skateparkbau und in der Projektarbeit mit jungen Menschen verfügen, nahmen zwei Gruppen mit insgesamt 20 Jugendlichen, davon 4 Mädchen, am Bauworkshop teil. Die Jugendlichen konnten sich beruflich erproben und schufen so unter fachlicher Unterstützung und sozialpädagogischer Begleitung zwei neue Skateelemente.
Die jungen Menschen arbeiteten mit Material und Werkzeug, das ihnen bisher wenig oder gar nicht bekannt war. So wurden für den Anschluss der neuen Rampen Beton aufgestemmt, Vierkanthölzer und Holzplatten für die Schalung zugesägt, Baustahlmatten für die Bewehrung der Fundamente zugeschnitten und Winkelstahl für die Außenkanten der Rampen geschweißt und verschliffen.
Die Mädchen Fatima und Sarah waren sehr erstaunt, wie gut es ihnen gelang, die zugesägten Vierkanthölzer zu Winkeln zu verschrauben. Unter fachgerechter Anleitung von Herrn Schamberg unterstützten die Jugendlichen das Aufmessen des geplanten Skateelements auf die vorhandene Betonplatte im AKW.
Die schwierige und für die Jungen ungewohnte Arbeit, eine Fuge in die Bodenbetonplatte zu stemmen, meisterten Ferdinand, Philipp, Lukas K., Lukas P., Mohammed und Randy in guter Teamarbeit. Die Arbeit mit dem Presslufthammer war eine völlig neue Erfahrung für sie.
Die Jugendlichen – auch die Mädchen! – lernten das Arbeiten an Tisch- und Tauchsäge kennen und waren sehr geschickt bei der praktischen Anwendung.
So wurden in 5 Projekttagen die zwei Schalungen und Formen für die neuen Rampen im Skatepark am AKW vorbereitet.
Am 6. Tag wurde der Beton angeliefert und es war neben zügigem Arbeiten auch ein hohes Maß an Exaktheit gefragt. Der Beton musste zügig verarbeitet werden. Es war darauf zu achten, dass die zukünftigen Rampen eine exakte glatte Oberfläche bekamen.
Abwechselnd hatten die Jugendlichen der zweiten Gruppe die Möglichkeit, in Handarbeit den Beton zu glätten und etwaige Poren zu schließen. Neu für sie war, mit einem Kantholz zur Nivellierung überschüssigen Beton zu entfernen.
Was ist eine Abziehlatte? Fragende Gesichter. Alle Teilnehmenden wurden sofort damit konfrontiert, den Beton zu glätten. Viel Geduld mussten sie im Umgang mit den Glättkellen aufbringen.
Fast alle Jugendlichen gaben in ihrem Feedback an, dass sie in dem Workshop zum Bau von zwei Skate-Rampen sehr gut angeleitet und aktiv einbezogen wurden. Die Entdeckung der individuellen Stärken können sie nicht nur in folgende Praktika einbringen, sondern für die berufliche Orientierung nutzen.
Am 25.09.2019 wurden die Elemente im „Skatepark Akazienwäldchen“ zur Nutzung für die Bewohner der Quartiers freigegeben.
Die Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen, ihren Eltern, den sozialpädagogischen Fachkräften der Stadt Dessau-Roßlau, der Schulleitung und den Lehrkräften der Sekundarschule „Kreuzberge“/ „Produktives Lernen“ sowie dem Projektteam des Bauworkshops „Skatepark AKW“ ermöglichte dieses Projekt.
Das Team von „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ möchte weiterhin junge Menschen ermutigen, ihre Projektideen oder konkreten Vorschläge zur Gestaltung des Quartiers einzubringen.
Sie können ihre Ideen bzw. Vorschläge gern an: Claudia Schröder (Koordinatorin „JUGEND STÄRKEN im Quartier“, Tel. 0340 204-2851;  claudia.schroeder@dessau-rosslau.de, richten.

Das Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie durch die Stadt Dessau-Roßlau gefördert.

Kontakt

   Stadt Dessau-Roßlau
   Jugendamt

   Anlaufstelle "ABSPRUNG"
   Friedrich-Naumann-Str. 12
   06844 Dessau Roßlau
   anlaufstelle-absprung@dessau-rosslau.de

   Carola Weisigk
   Einstiegsberaterin
   0340 5169401

   Renate Stark
   Aufsuchende Jugendsozialarbeiterin
   0340 8822102

   Claudia Schröder
   Koordinierungsstelle
   „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ (JUSTiQ)
   0340 2042851
   koordinierung-justiq@dessau-rosslau.de

Bilder zum Mikroprojekt „ABO – Arbeits- und Berufs-Orientierung“ (01.06.2019 - 31.12.2019)

Bilder zum Mikroprojekt „ABO – Arbeits- und Berufs-Orientierung“ (01.06.2019 - 31.12.2019)