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Was übrig bleibt

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Was übrig bleibt. Aus dem Nachlass des Dessauer Malers Erich Schmidt-Uphoff (1911-2002)

In Zusammenarbeit mit dem Verein für Kultur und Geschichte in Anhalt|Dessau e.V. präsentiert das Museum die erste Sonderausstellung im Jahr 2018. Erinnert wird an den Dessauer Maler Erich Schmidt-Uphoff. Es ist bereits das siebente Mal, dass Verein und Museum gemeinsam solche Ausstellungen im Johannbau organisieren. Erich Schmidt-Uphoff war im Juli 2002 im Alter von 91 Jahren verstorben. Seit 1934 hatte er in Dessau künstlerisch gewirkt. Erst kürzlich konnte der Nachlass – ein nur kleiner Teil seines umfangreichen künstlerischen Schaffens – gesichert werden. Ausschließlich aus diesem Nachlass werden Arbeiten der verschiedensten Techniken gezeigt. Die Ausstellung ist also keine repräsentative Werkschau, sondern zeigt den bis zum Lebensende erhaltenen Rest eines schaffensreichen Lebens – „Was übrig bleibt“. Der im Erzgebirge geborene Erich Schmidt zeigte bereits als Schüler eine außerordentliche malerische Begabung. Nach seiner Zwickauer Schulzeit und Malerlehre bezog er Anfang der dreißiger Jahre die Dresdener Kunstschule, wo sein ungewöhnliches Talent normalerweise hätte zur Reife kommen müssen. Die Zeitumstände (1933) haben diese Entwicklung abgebrochen. Gerade aus diesen Jahren fanden sich etliche Werke, so auch die in Farbe und Komposition mutige Studie „Markt in Zwickau“ des 16 Jahre alten Schmidt (siehe Abbildung). Ab 1934 wurde Dessau sein neuer Wohn- und Arbeitsplatz, zunächst als Lackierer und dann als Gebrauchsgraphiker bei Junkers. Auch hier können bisher nie gesehene Junkersplakate der dreißiger Jahre gezeigt werden. Nach Krieg und britischer Gefangenschaft in Italien (Für ihn, der sich nun Schmidt-Uphoff nennt, eine künstlerisch prägende Zeit!) arbeitete er seit 1946/47 in Dessau freiberuflich als Maler. Sehr moderne, traumverlorene Kompositionen entstehen, bevor die unsägliche Formalismusdebatte in der DDR der fünfziger Jahre diese fruchtbare künstlerische Phase beendete. Schmidt-Uphoff verlegte sich auf baugebundene dekorative Arbeiten in den verschiedensten Materialien für den öffentlichen Raum, in Betrieben und Gaststätten unserer Stadt. Die meisten davon sind mit den Betrieben oder durch Neunutzungen nach 1990 untergegangen. Ein bedeutendes Werk von großformatigen Aquarellen bestimmte sein Spätwerk, die von ihm genannten „Unterwegsbilder“ (Reiseimpressionen). Im Johannbau hatte Erich Schmidt-Uphoff zu seinem 90. Geburtstag seinen letzten Auftritt während einer Ausstellungseröffnung. Die Ausstellung wird am 6. Februar um 17:00 Uhr im Johannbau eröffnet.  Dazu wird herzlich eingeladen. (Text: Reinhard Melzer)

Kontakt

Hausadresse
Museum für Stadtgeschichte Dessau
Johannbau
Schloßplatz 3a
06844 Dessau-Roßlau
0340 2209612  

Postanschrift / Museumsverwaltung
Museum für Stadtgeschichte Dessau
Törtener Straße 44
06842 Dessau-Roßlau
0340 8003790
0340 8003795
museum@stadtgeschichte.dessau.de

Öffnungszeiten
Mittwoch - Sonntag 10-17 Uhr
Jan. 2018 geschlossen.

Standort

Barrierefreiheit im Johannbau

Im ganzen Haus herrscht Barrierefreiheit (mit Aufzug, halbautomatischen Türen, Sonder-WC); Zugang für Rollstuhlfahrer über die Rampe auf der Westseite des Johannbaus.