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Ausstellungstermine


Ständige Ausstellung

Schauplatz vernünftiger Menschen... - Kultur und Geschichte in Anhalt|Dessau

 

Sonderausstellung (16. Sept. 2020 - 31. März 2021)

Neue Schätze der Dessauer Stadtgeschichte
Schenkungen, Ankäufe und selten Gezeigtes

 

 


Veranstaltungstermine

Do, 5. und 26. Nov. 2020 um 15 Uhr; Sa, 21. Nov. 2020 um 13:30 Uhr und 15:30 Uhr
Neue Schätze der Dessauer Stadtgeschichte
Führung durch die Sonderausstellung mit Karin Weigt M.A.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir um Anmeldung unter
Tel.: 0340/2209612 oder an der Kasse im Johannbau
Preis: 4,50,- €

News

Neue Schätze der Dessauer Stadtgeschichte
Schenkungen, Ankäufe und selten Gezeigtes

Das Museum für Stadtgeschichte Dessau wurde in den letzten Jahren vielfach beschenkt: Von in Dessau ansässigen Sammlern, Bürgern und Bürgerinnen, aber auch von etlichen, die aus den unterschiedlichsten Gründen zu Kriegszeiten oder nach der Wende ihre Heimat verlassen mussten oder wollten.

Viele der Weggezogenen haben jedoch immer noch eine emotionale Bindung zu ihrer Heimat und legen Wert darauf, Dinge an ihren Entstehungs- bzw. Nutzungsort zurück zu führen. Das Museum für Stadtgeschichte erachten sie als würdigsten Ort, um diese Exponate zu bewahren und vertrauen darauf, dass ihr kulturelles Erbe dort sorgfältig für die Nachwelt erhalten, dokumentiert und in die historischen Zusammenhänge gestellt wird. Auf diese Weise konnte manche Sammlungslücke geschlossen werden.

Zu den Schenkungen und Neuzugängen zählen Stadtansichten von Dessau und Anhalt auf Grafiken, Fotografien, Gemälden und Porzellan. Alltagsgegenstände rund um Freizeit, Mode und Vereinsleben widmen sich zum Beispiel den Anfängen des Radfahrens in Dessau, dem Tanz in den 1930er Jahren oder Kleidungsstücken aus dem Warenangebot des Kaufhauses Zeeck. Auch Dinge aus dem Dessauer Wirtschafts- und Arbeitsleben wie z.B. Musterschuhe aus der Dessauer Schuh GmbH um 1990 oder Exponate, die an Kriegsereignisse aus dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg erinnern sind unter den Schenkungen vertreten.

Nicht alle Objekte erschließen sich dem Betrachter auf den ersten Blick. So etwa rätselhafte Handwerksgeräte, deren Funktion den meisten Menschen heute nicht mehr bekannt ist. Andere zeugen von in Vergessenheit geratenen Künstlervereinigungen, die in den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten verboten wurden. Einige Gegenstände - wie zum Beispiel der "Hermetisator" lassen erahnen, welch pfiffige Erfinder einst das Dessauer Wirtschaftsleben bereicherten.

Die neue Sonderausstellung, die in Kooperation mit dem Verein für Kultur und Geschichte in Anhalt|Dessau e.V. entstand, zeigt einen Querschnitt dieser für die Region einzigartigen und größtenteils noch nie gezeigten Exponate.

Schauen Sie sich gerne auch den Beitrag "Beständig wie der Wandel - Schauplatz vernünftiger Menschen" an.


Sammelaufruf "Baden in freier Natur"
Nicht nur Hugo Junkers liebte das Schwimmen in freier Natur bei Luft und Sonne. Die Dessauer zog es im letzten Jahrhundert in das Schwimmbad am Rehsumpf und zur Badeanlage an der Jonitzer Mulde. Dort lernten sie schwimmen, feierten ihre Jugendweihen und Polterabende, tanzten in das Neue Jahr und genossen lauschige Sommerabende im Biergarten. Die ABUS Wasserballmannschaft trainierte dort, errang viele Siege und deutsche Meisterschaften. Die Dessauer erinnern sich gerne und können manche lustige und erstaunliche Geschichten dazu erzählen. 

Ihre Erinnerungen, Bilder und Fotos will das Museum für Stadtgeschichte in Kooperation mit dem Verein Rehsumpf e.V. für die Ausstellung "Baden in freier Natur" sammeln. Dafür werden Zeitzeugen und historische Alltagsgegenstände gesucht, die das Freizeiterlebnis am Rehsumpf dokumentieren. Zu denken ist dabei zum Beispiel an Hilfsmittel zum Erlernen des Schwimmens wie etwa Schwimmangeln, Schwimmreifen und - flossen, Badebekleidung, Bade- und anderes Spielzeug, Sonnenbrillen, aber auch an Sportgeräte (z.B. Wasserbälle, Kegel). Gesucht werden ebenfalls Fotografien und schriftliche Zeugnisse wie Mitgliedsausweise, Schwimmabzeichen, Eintrittskarten, Veranstaltungsprogramme oder Speisekarten der Gaststätte). Auch Gegenstände, mit denen die Badekabinen und die Gaststätte auf dem Gelände ausgestattet waren, sind von Interesse.

Neben den Exponaten für die geplante Ausstellung über die Flussbadeanstalt Rehsumpf ist das Museum auch an Exponaten, Fotografien und Berichten zu anderen Naturbädern in Dessau (z.B. Stillinge, Tannenheger, Parnekel) interessiert.

Zum Jubiläumsjahr der Bauhausmoderne 2019 wird die Ausstellung "Baden in freier Natur" die Flussbadeanstalt im Rehsumpf im Frühjahr 2019 neu eröffnen, und die dazugehörigen Geschichten und Erinnerungen werden dann in den Kabinen wieder lebendig werden.

Der Verein Rehsumpf und das Museum für Stadtgeschichte bitte alle Dessauer, ihre Erinnerungen mitzuteilen und Fotos, Bilder und Gegenstände beim Museum für Stadtgeschichte abzugeben. Sie werden dort aufbewahrt, um die historisch bedeutsame Bade- und Flusskultur in Dessau für zukünftige Generationen zu sichern.

Bitte melden Sie sich bei:
Karin Weigt, Museum für Stadtgeschichte Dessau, Törtener Str. 44, 06842 Dessau-Roßlau; Tel.: 0340/8003790; karin.weigt@stadtgeschichte.dessau.de

Elisabeth Kremer und Bettina Schröder-Bornkamp, Verein Rehsumpf e.V.; 06844 Dessau-Roßlau, Tel. 0162/9274988; rehsumpf@email.de


Restaurierte Exponate aus der Eisenkunstguss-Sammlung Ewald Barth aus Berlin zurück.

Dank großzügiger Unterstützung des Freundeskreises der Kulturstiftung der Länder konnte bereits kurz nach Eröffnung der Ausstellung "Aus Bombenglut geborgen. - Schätze aus der Eisenkunstguss-Sammlung Ewald Barth" die Restaurierung weiterer 19 Exponate in Angriff angenommen werden. Die aufwendigen Arbeiten wurden von dem Berliner Metallrestaurator Gunter Herrmann ausgeführt und sind jetzt in neuem Glanz zu bewundern.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die ab den 1920er Jahren von dem Dessauer Zahnarzt Ewald Barth zusammengetragene Sammlung stark in Mitleidenschaft gezogen. Auf Grund ihrer Bedeutung wurde sie im März 1944 gemeinsam mit privaten und öffentlichen Kunstschätzen in das vermeintlich sichere Schloss Zerbst ausgelagert. Nach der Zerstörung von Stadt und Schloss am 16. April 1945 schien die damals rund 1.800 Exponate umfassende Sammlung für immer verloren. Erst im Mai 1948 konnte mit ihrer spannenden Bergung aus Schutt und Asche begonnen werden.

Restaurierte Exponate aus der Eisenkunstguss-Sammlung Ewald Barth

Kontakt

Hausadresse
Museum für Stadtgeschichte Dessau
Johannbau
Schloßplatz 3a
06844 Dessau-Roßlau
0340 2209612  

Postanschrift / Museumsverwaltung
Museum für Stadtgeschichte Dessau
Törtener Straße 44
06842 Dessau-Roßlau
0340 8003790
0340 8003795
museum@stadtgeschichte.dessau.de

Öffnungszeiten:
vorübergehend geschlossen

Standort

Barrierefreiheit im Johannbau

Im ganzen Haus herrscht Barrierefreiheit (mit Aufzug, halbautomatischen Türen, Sonder-WC); Zugang für Rollstuhlfahrer über die Rampe auf der Westseite des Johannbaus.