A+ A-

16. März bis 06. Juni 2010: "Auf den Spuren der Kreuzfahrer zwischen Elbe und Harz"

Als Papst Urban II. im Jahr 1095 die Christenheit aufrief, die Heilige Stadt Jerusalem aus den Händen der Muslime zu befreien, begann eine Epoche, die zusammengefasst als die "Kreuzzüge" in die Geschichte des Mittelalters einging. In sieben Kriegen, auf zwei Jahrhunderte verteilt, war die Rückeroberung der heiligen Stätten eigentliches Ziel, darüber hinaus die Festigung des katholischen Glaubens durch viele weitere Gewaltakte gegen Heiden, Ungläubige und Ketzer allerorten. Im Zuge der Bewegung entstanden neue geistliche Ritterorden, wie Templer, Johanniter, Deutscher Orden. Diese hinterließen ihre Spuren nicht nur im Nahen Osten, sondern, wie eine Sonderausstellung im Naturkundemuseum derzeit belegt, auch im Mitteldeutschen Raum. "Auf den Spuren der Kreuzfahrer zwischen Elbe und Harz" lautet ihr Titel.

Gezeigt werden neben viel Wissenswertem zur Ordensgeschichte - 1258 beispielsweise bekam der Deutsche Ritterorden das anhaltische Dorf Buro durch Graf Bernhard I. von Anhalt-Bernburg zugesprochen - auch bedeutsame Funde aus dem Stadtgebiet. Wie das Schwert, das im Kühnauer See überdauerte und vermutlich einem Adligen gehörte. Oder die originale Pilgermuschel, die während Bauarbeiten in der Langen Gasse entdeckt wurde.

Dass wiederum der thüringische Landgraf Ludwig IV. sich 1227 dem 5. Kreuzzug unter Kaiser Friedrich II. anschloss, beweist die Muscheldarstellung auf seiner Grabplatte. Warum das so ist und viele weitere interessante Details aus dem vergleichsweise spärlichen mitteldeutschen Kreuzrittertum werden auf 16 Textfahnen anschaulich erläutert.

Anschrift

Museum für Naturkunde und Vorgeschichte
Askanische Straße 30-32
06842 Dessau-Roßlau
 
0340 214824
0340 2303465 
museum@naturkunde.dessau-rosslau.de

Standort