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Fortsetzung Passagen Bauhaus 100

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Passagen Bauhaus 100 - OBJEKTE BEWEGEN

Die „Passagen Bauhaus 100“ sind Interventionen im Stadtraum, die das Bauhaus mit dem Bauhaus Museum im Dessauer Zentrum verbinden. Vom 4. Mai bis zum 3. November 2019 lädt Dessau-Roßlau unter dem Motto „OBJEKTE BEWEGEN – Neues Sehen, Gehen, Hören!“ zu den „ Passagen Bauhaus 100“ ein. Dann heißt es: Rollen Sie die Kugeln vom Bauhaus zum Seminarplatz, betasten Sie den Handlauf, der weiter in Richtung Hauptbahnhof weist, achten Sie auf ungewohnte Eindrücke in der Bahnhofsunterführung, gehen Sie über Berg und Tal am Bahnhofsvorplatz, ändern Sie Ihre Ansichten im Umgang mit den ungewöhnlichen Fahnen am Friedensplatz und springen Sie auf dem Trampolin bis zum Stadtpark.

Die aktiv zu erkundenden „Passagen Bauhaus 100“ sind aus dem gleichnamigen Hochschulwettbewerb hervorgegangen, den die Stadt in Kooperation mit der Stiftung Bauhaus Dessau und der Hochschule Anhalt im Wintersemester 2017/18 realisiert hat. Beteiligt waren Studierende der Hochschule Anhalt, der Hochschule für Künste Bremen, der Hochschule Düsseldorf, der HafenCity Universität Hamburg sowie der Hochschule für Gestaltung Offenbach.

Als Sieger ist das Team der Hochschule Düsseldorf, Peter Behrens School of Arts, Fachbereich Design, unter Mentorenschaft von Prof. Gabi Schillig, mit seinem Ansatz „OBJEKTE BEWEGEN“ hervorgegangen. Das Team setzt sich aus Lara Bechauf, Miriam Hausner, Lilli Lake, Marie Longjaloux, Rosa Morgenstern, Marie-Christin Schlang und Ruven Wiegert zusammen. Ausgangspunkt seiner Überlegungen war das suprematistische Quadrat von Kasimir Malewitsch. Aus diesem Quadrat interpretierten sie, inspiriert von Wassily Kandinskys Leitmotiv „Punkt und Linie zu Fläche“, die Strecke zwischen dem Bauhaus und dem künftigen Bauhaus Museum in der Dessauer City. Ihr Ziel ist es, durch künstlerische Interventionen bewusst Aufmerksamkeit für die Atmosphären der Räume durch Verstärken, Verkehren oder Kontrastieren zu erzeugen.

Die Jury, bestehend aus Regina Sonnabend (Vorsitz), Dr. Robert Reck, Johannes Weigand, Silke Wallstein und Katharina Lüdicke, begründete ihre Siegerentscheidung damit, dass die Arbeit durch ihre schlüssige Herleitung aus den Konzepten der historischen Moderne des Bauhauses besticht und dabei den Bogen bis zu den heutigen Ideen des Choreografen William Forsythe schlägt. Darüber hinaus spricht sie die akustischen, visuellen, haptischen und kinetischen Sinne an und lädt zum spielerischen Mitmachen ein, wobei sich die einzelnen Objekte selbst erklären.

Die „Passagen Bauhaus 100“ sind ein Gemeinschaftsvorhaben der Stadt Dessau-Roßlau und der Stiftung Bauhaus Dessau. Kuratiert wird das Vorhaben von Elisabeth Kremer, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Bauhaus Dessau, getragen von der Stadt.

Für das Gesamtvorhaben stehen insgesamt 180.000 Euro zur Verfügung, wobei sich die Stadt Dessau-Roßlau und das Land Sachsen-Anhalt laut Zuwendungsbescheid vom März 2018 die Summe zur Hälfte teilen.

Besonderer Dank gilt der DB Station & Service AG und der Nachverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH für ihre aktive Beteiligung an dem Projekt, das den Dessauer Hauptbahnhof einbezieht, sowie den Eigentümern und Bewohnern des Dessauer Fürst-Leopold-Carrés, die ihren Innenhof für eine Station zur Verfügung stellen.