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Fortsetzung FRAU.MACHT.STADT. -100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

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Mit der Überschrift wird für eine Veranstaltung geworben, die am Donnerstag, dem 6. September 2018, ab 17.00 Uhr im Foyer des Justizzentrums Anhalt (Willy-Lohmann-Straße) stattfindet. Seitens der Stadt Dessau-Roßlau lädt Gleichstellungsbeauftragte Sabine Falkensteiner herzlich zum Besuch der Diskussionsrunde ein. Zu den Hintergründen:

Mit dem Erstarken bürgerlicher Rechte (z. B. 1789-1799 in Frankreich, 1848/49 in Deutschland) kämpften Generationen um die Einführung eines gleichen und allgemeinen Wahlrechts für Frauen.

Im Zuge der Novemberrevolution trat nach dem Aufruf vom 12. November 1918 "Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen" am 30. November 1918 das Reichswahlgesetz, und damit das allgemeine aktive und passive Wahlrecht für Frauen in Deutschland in Kraft.

100 Jahre später soll mit dieser Veranstaltung ein Resümee gezogen werden, wie das politische Engagement von Frauen heute aussieht und es sollen aktuelle Fragen diskutiert werden:

  • Wie steht es um die Vertretung von Frau in Parlamenten? Wie präsent sind sie in anderen wichtigen politischen Entscheidungsgremien sowie in politischen Spitzenämtern?
  • Stimmt es, dass sich Frauen nicht politisch engagieren wollen?
  • Warum gibt es von Partei zu Partei große Unterschiede bei der politischen Beteiligung der Frauen? • Welche Mittel helfen Frauen, sich verstärkt politisch zu engagieren? Oder
  • Wünschen sich Frauen Veränderungen in der politischen Arbeit, die diese attraktiver machen könnte?

Nach einem kurzen Rückblick in die Geschichte werden Frauen zu Wort kommen, die politisch in unterschiedlichen Konstellationen tätig sind. Was sind ihre guten Erfahrungen? Wie können sie andere Frauen motivieren?

Die EAF (Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft) Berlin forscht und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit politischem Engagement von Frauen. Was fördert, was hemmt Frauen bei der Übernahme und Ausübung eines politischen Mandats? Warum gibt es so wenige Bürgermeisterinnen, so wenige Frauen, gerade in Kommunalparlamenten, wo doch „Politik vor Ort, zum Anfassen“ gemacht wird?

Die Veranstalter hoffen, mit dem Vortrag einen bunten Strauß von Anregungen zu bekommen, z. B. wie durch neue Strategien der Parteien, durch ein hohes Maß an gesellschaftlicher Akzeptanz und dem Abbau persönlicher Beschränkungen, Frauen für ein (kommunalpolitisches) Mandat begeistert werden können.

Und sie hoffen, daraus in kleinen Gruppengesprächen die eine oder andere Idee entwickeln zu können, denn im Mai 2019 ist in Dessau-Roßlau Kommunalwahl.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.