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Museum für Naturkunde und Vorgeschichte

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Museum für Naturkunde und Vorgeschichte

Willkommen auf den Internetseiten des Museums für Naturkunde und Vorgeschichte. Das familienfreundliche Museum zeigt Ausstellungen und Sammlungen zu den Themen Erdgeschichte, Ökologie sowie Mensch und Umwelt. Auf unseren Seiten können Sie sich über Dauer- und Sonderausstellungen, vielfältige Veranstaltungen und Angebote für Kinder und Lehrer informieren. Weiterhin stellen sich hier der Förderverein des Museums für Naturkunde und Vorgeschichte e.V. und die Fachbereiche vor. Im Archiv finden Sie Informationen zu vergangenen Ausstellungen. Wir wünschen Ihnen hierbei viel Spaß.


Museum mal anders…

Zum Entdecken und Mitmachen von zu Hause aus

Liebe Besucher, 

Auf Grund der aktuellen Gesundheitslage bleibt das Museum bis auf weiteres zum Schutz der Gäste und der Belegschaft geschlossen. Um die Zeit so gut wie möglich zu überbrücken, werden wir Ihnen Angebote für zu Hause unterbreiten. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle Exponate aus unserem Bestand vorstellen, die gleichzeitig auch Anregungen geben sollen, diese selber in der Natur zu entdecken.

Mit Geschichten, Basteleien und anderen Überraschungen wollen das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau die Zeit zu Hause so schön wie möglich gestalten. 

Den Anfang machen die Wildbienen

Sonniges und warmes Frühlingswetter veranlasst viele Insekten, ihr winterliches Ruhestadium zu verlassen. So wurden in der letzten Woche auch die ersten Wildbienen „geweckt“. Mit jedem warmen Tag werden es nun mehr und mehr, die auf der rastlosen Suche nach Pollen und Nektar die Blüten aufsuchen. Wildbienen erfüllen so eine sehr wichtige Funktion in der Natur, denn viele Pflanzen sind auf die Bestäubung ihrer Blüten durch Wildbienen angewiesen. Ohne Bestäubung gibt es keine Samen. Darum wird es weiterhin nur dann bunte Blumenwiesen und früchtetragende Obstbäume geben, wenn Wildbienen unsere beständigen Begleiter bleiben.

Im Gegensatz zur gemeinschaftlich nistenden Honigbiene legen die meisten Wildbienen einzelne Brutzellen an. Diese können sich in Mauerspalten, im Holz, im sandigen oder lehmigen Boden oder in alten Pflanzenstengeln befinden. Meist sind es viele Bienenweibchen, die an einer geeigneten Stelle die Nester anlegen. Für die Larven wird ein Pollenvorrat hinzugegeben, den sie langsam auffressen und dabei zu einer neuen Biene heranwachsen.

Wildbienen sind nicht aggressiv. Viele Arten sind kaum zum Stechen zu bewegen. Darum können sie auch ohne Angst zu Hause beobachtet werden - sei es beim Blumenbesuch am Balkonkasten oder beim Nektarsammeln auf Kräutern oder blühenden Bäumen im Garten.

Freuen Sie Sich über jede Wildbiene, die Sie sehen! Die Artenzahlen sind stark rückläufig und jedes beobachtete Tier ist darum ein Hinweis, dass es irgendwo in ihrer Nähe noch ein Stück bienenfreundlicher Natur gibt. Damit diese auch in Dessau-Roßlau mehr wird, wurden im Rahmen des Projektes „Städte wagen Wildnis“ Blumenwiesen auf Flächen angelegt, auf denen früher Wohnblöcke standen, und Offenflächen belassen, auf denen die Bienen brüten können.

Sobald das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau seine Gäste wieder zu Besuchen einlädt, können Sie dazu in der aktuellen Sonderausstellung mehr erfahren.

Die Langhornbiene ist eine Vertreterin der Wildbienen

Die Langhornbiene zählt zu einer Gruppe sehr auffälliger Bienenarten. Sie treten auch in Anhalt auf, wie das Exemplar von Blankenburg aus der Museumssammlung zeigt.

Die Tiere kommen aber erst ab Ende April zum Vorschein. Dann besuchen sie die Blüten von Klee, Luzerne, Platterbse und Wicke und legen ihre Nester in Röhren im Boden an.

Zu den Wildbienen gehören auch die Holzbienen

Holzbienen sind erst kürzlich aufgrund der allgemeinen Erwärmung nach Anhalt eingewandert. Es sind imposante, aber nur bedrohlich wirkende Wildbienen, die im toten Holz brüten. Zu dieser Gattung zählen viele Arten in warmen Regionen der Erde, wie das Beispielexemplar der Afrikanischen Holzbiene (linkes Bild) aus der Sammlung des Museums zeigt. Diese Art ist südlich der Sahara weit verbreitet. Das Weibchen hat eine Vertiefung im Hinterleib, in der sie spezielle Milben transportiert. Diese leben dann im Nest der Holzbiene und sorgen dafür, dass der Pollenvorrat für die Bienenlarven nicht von Pilzen befallen wird.

Nisthilfen und Blumenwiese

Nisthilfen und Blumenwiese

Gemeine Pelzbiene / Rotpelzige Sandbiene / Natterkopf-Mauerbiene / Garten-Wollbiene / Blaue Holzbiene

Suche diese Bienen in Büchern, im Internet oder frage in deiner Familie wer sie kennt. Wenn du Lust hast, gestalte einen Steckbrief von deiner Lieblingswildbiene. Male oder schreibe auf, was dir besonders gefällt.

Wusstest du, dass die Wildbienen meist alleine leben, vor allem Pollen (Blütenstaub) sammeln und keinen Nektar? Die meisten können uns nicht stechen und haben nur einen Flugradius von 50 -300 Meter. Im Gegensatz zu unseren Honigbienen, die bis zu 10 Kilometer weit von ihrem Bienenstock fliegen.

Die Bedeutung der Wildbienen als Bestäuber wurde lange unterschätzt. Viele fliegen, wenn es den Honigbienen noch zu kalt oder zu nass ist.

Wer kennt sich aus? Wir tun was für Wildbienen?

Nisthilfen für Wildbienen bauen macht Spaß!

  • unbehandelte Holunder-, Bambus- oder Schilfstängel in 10 cm lange Stücke schneiden und aushöhlen 
  • Ränder glätten, damit die zarten Flügel der Insekten nicht zerreißen 
  • in einer Dose oder einem kleinen Holzkasten waagerecht anordnen
  • an einen trockenen, sonnigen Balkon oder Dachvorsprung befestigen 

Vielleicht habt ihr noch eine andere Idee für ein Insektenhaus. Wenn die Sonne kräftiger scheint, könnt ihr die kleinen Tiere beobachten.

Insektenfutter - lege eine Wildblumenwiese im Garten oder auf dem Balkon an!

  • Für ein Wildblumenbeet benötigst du einen Blumentopf oder Kasten.
  • Fülle Erde hinein und streue ein paar Wildblumensamen obendrauf –
  • für einen Blumenkasten reichen so viele Samen, wie du zwischen Daumen und Zeigefinger fassen kannst.
  • Die Samen leicht andrücken und vorsichtig gießen.

Die kleinen Samentütchen habt ihr vielleicht noch von einem Museumsbesuch. Wer keine Samen zu Hause hat, kann uns eine E-Mail mit seiner Adresse zusenden.

Museumspädagogischen Dienst: mdd@dessauweb.de 

Bis Mai werden wir, wenn möglich, ein paar Tütchen versenden.

Bastelbogen Biene

Bastelbogen Biene

Hier kannst du dir alle Teile für den Bau einer Biene ausdrucken. Du kannst auch ganz viele Bienen basteln und auf einem Blumenwiesenbild aufkleben.

Bastelbogen

Viele Spaß beim ausschneiden, kleben und ausmalen!

Anschrift

Askanische Straße 32
06842 Dessau-Roßlau
 
0340 214824

0340 8003790

0340 8003795 
museum@naturkunde.dessau-rosslau.de

Öffnungszeiten:

Öffnungszeiten

Mittwoch - Sonntag, Feiertage

10.00 - 17.00 Uhr  

Montag und Dienstag geschlossen 

Turmausstellung (Ein Gang durch die Erdgeschichte)
An Sonntagen und Feiertagen und auf Anfrage 14.00 - 16.00 Uhr

Standort

Veranstaltungskalender


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