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100 Jahre Bauhaus - Jubiläumshöhepunkte

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Triennale der Moderne

DESSAU
Material und Architektur
2. Triennale-Wochenende 4.-6.10.2019

Stahl, Beton, Glas sind elementare Bestandteile des Neuen Bauens. Durch den neuartigen Einsatz dieser Baustoffe wird der Architektur der Moderne eine ganz eigene und markante Formensprache verliehen. Dessau ist weltweit die Stadt mit den meisten originalen Bauhausbauten und die Stiftung Bauhaus Dessau forscht intensiv zur Bedeutung des Materials zur Architektursprache der Moderne.

Mit gleich zwei Ausstellungen zum Thema eröffnet die Stiftung Bauhaus Dessau zusammen mit der Stadt Dessau-Roßlau das Triennale-Wochenende. So präsentiert die Stiftung im Bauhausgebäude ihre neue Ausstellung des Bauforschungsarchives – ein weltweit einmaliges Archiv, in dem Baumaterialien und Bauobjekte zur Architektur der Moderne gesammelt, erforscht und bewahrt werden. Ein weiteres Highlight ist die Ausstellung Transferumbau des Partners The White City Center. Die Schau bietet Einblicke in die Geschichte der weltberühmten Architektur der Moderne und ihrer Materialien in Tel Aviv.

Die Besucher der Triennale sind darüber hinaus eingeladen, im gesamten Stadtgebiet Bauten der Moderne zu erkunden, sich auf Entdeckertour durch verschiedene Gebäude und auf Spurensuche nach Materialien und Lebensräumen der Moderne zu begeben.

Programm in Dessau

Programm Weimar // Dessau // Berlin

(Textquelle: www.triennal-der-moderne.de)

Soulmusik aus der Bauhausstadt Tel Aviv im klub Bauhaus

Dessau-Roßlau präsentiert zur Triennale der Moderne das Septett Men of North Country (MONC)

Als an Israels Westküste die Weiße Stadt gebaut wurde war der 1909 gegründete Ort Tel Aviv eine kaum mehr als 20 Jahre junge Siedlung jüdischer Einwanderer. Heute sind die Gebäude im Bauhaus-Stil aus den 1930er Jahren charakteristisch für das Viertel, das nicht nur Architekturfreunde magisch anzieht. Schon immer steht die Mittelmeermetropole mit seiner von der UNESCO geschützten Bauhausarchitektur für die Jugend, Zukunft und den Aufbruch Israels.

Im Rahmen der diesjährigen Triennale schaut die Stiftung Bauhaus Dessau gemeinsam mit dem White City Center, Tel Aviv, mit der Ausstellung „Transferumbau“ auf die Weiße Stadt. Die Ausstellung erzählt von der Entstehungsgeschichte aus politischer, künstlerischer und architektonischer Perspektive. Sie ist vom 4. Oktober bis zum 17. November im Bauhaugebäude zu sehen.

Dass auch heute die Bewegung von Menschen, Materialien und Kulturen ein zentrales Element für Tel Aviv ist, zeigt sich auch an anderer Stelle. Die Stadt ist weltbekannt für eine verrückte Musikszene, aus deren Mitte die Soulband men of north country, kurz MONC, stammt. Die musikalischen Wurzeln von MONC liegen im britischen Wigan mit seinem Pop und seiner Songsensibilität sowie im Memphis mit seinem Blues, Soul und Rock 'n' Roll. In jedem Fall setzt die Band sowohl auf Tanzbarkeit als auch auf Flow.

Gegründet wurde MONC 2008. Auslöser war ein Partyabend, an dem ihr Sänger Yashiv Cohen als DJ Soulsingles auflegte und dabei so inbrünstig mitsang, dass er von den Gästen gefragt wurde, ob er nicht lieber eigene Songs komponieren wolle. Und er wollte nicht nur, sondern fand auch problemlos Mitstreiter: Doron Farhi (Gitarre), Boaz Wolf (Schlagzeug), Jonathan Ydov (Bass), Sefi Sizzling (Trompete), Ongy Sizzling (Saxofon) und Ido Kretchmer (Posaune). Da Cohen und die Sizzlings im Norden Israels geboren und aufgewachsen und noch dazu alle Nordseelenfans sind, einigte man sich schnell auf den Bandname Men of North Country. MONC war bereits 2012 mit dem Album „The north“ zu Gast in Dessau.

Ihr Album „This City“ erschien 2016. Die zwölf Titel auf „Diese Stadt“ erzählen von Tel Avivs Gebäuden, Plätzen, Clubs und Bars. Mit Soul, Post-Punk und Rock ´n` Roll werden die Zuhörer in die bunte und lebensfrohe Stadt entführt. MONC verspricht Architektur für das Ohr, MONC feiert Architektur. Nachzuhören und zu ertanzen ist MONC am Sonnabend, 5. Oktober, um 20.30 Uhr im klub im Bauhaus Dessau.

Der Eintritt ist frei.

 

 


Festival Bühne TOTAL

Drei internationale Themenfestivals, die das historische Erbe zeitgenössisch interpretieren.

Im Fokus eines jeden Festivals steht die künstlerisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung, übersetzt in Programmformate, die Besucher einladen, das Bauhaus als Experimentierfeld zu entdecken.

Das Festival Bühne TOTAL bezieht erstmals das Bauhaus Museum Dessau als Spielort mit ein. Über fünf Tage bietet das Festival große Aufführungen, das mehrtägige Bauhausfest und weitere Vergnügungen an.

Lesen Sie hier die Veranstaltungsdetails oder blättern Sie im Programmheft.


Bauhaus Museum wird eröffnet: Dreitägiges Bürgerfest im Stadtpark

Das Jahr 2019 hat für Dessau-Roßlau eine besondere Bedeutung. Die Stadt und die Stiftung Bauhaus Dessau begehen gemeinsam mit zahlreichen Partnern in ganz Deutschland und darüber hinaus das Jubiläum 100 Jahre Bauhaus. Ein Höhepunkt für unsere Stadt ist die Eröffnung des Bauhausmuseums Dessau am Sonntag, dem 8. September. Wir finden, das ist ein ausgezeichneter Grund, um gemeinsam mit unseren Gästen ausgiebig zu feiern. Drei Tage lang wollen wir dem Bauhaus, seiner Ideen, und dem, was wir hier vor Ort zusammen daraus gemacht haben, huldigen.

Gemeinsam mit der Stiftung Bauhaus Dessau und der Stadtmarketinggesellschaft hat die Stadt Dessau-Roßlau ein facettenreiches Festwochenende mit und für die Bürgerinnen und Bürger und ihre Gäste kreiert, mit Programmen auf dem Marktplatz, dem Lily-Herking-Platz und im Stadtpark, mit Führungen, Musik-, Theater- und Performanceeinlagen.

Freuen wir uns auf drei tolle Tage: mit der „Hommage der Stadt Dessau-Roßlau an die Bauhauszeit“ am Freitag, wenn am Samstag „Der Countdown läuft!“ und wir am Sonntag „Mit den Bürgern feiern!“

Lesen Sie hier das Festprogramm

Im Zusammenhang mit der Eröffnung des Bauhausmuseums müssen folgende Sperrungen in der Innenstadt sowie zusätzliche Hinweise zum ÖPNV beachtet werden.


Passagen Bauhaus 100 - OBJEKTE BEWEGEN

Die „Passagen Bauhaus 100“ sind Interventionen im Stadtraum, die das Bauhaus mit dem Bauhaus Museum im Dessauer Zentrum verbinden. Vom 4. Mai bis zum 3. November 2019 lädt Dessau-Roßlau unter dem Motto „OBJEKTE BEWEGEN – Neues Sehen, Gehen, Hören!“ zu den „ Passagen Bauhaus 100“ ein. Dann heißt es: Rollen Sie die Kugeln vom Bauhaus zum Seminarplatz, betasten Sie den Handlauf, der weiter in Richtung Hauptbahnhof weist, achten Sie auf ungewohnte Eindrücke in der Bahnhofsunterführung, gehen Sie über Berg und Tal am Bahnhofsvorplatz, ändern Sie Ihre Ansichten im Umgang mit den ungewöhnlichen Fahnen am Friedensplatz und springen Sie auf dem Trampolin bis zum Stadtpark.

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Die aktiv zu erkundenden „Passagen Bauhaus 100“ sind aus dem gleichnamigen Hochschulwettbewerb hervorgegangen, den die Stadt in Kooperation mit der Stiftung Bauhaus Dessau und der Hochschule Anhalt im Wintersemester 2017/18 realisiert hat. Beteiligt waren Studierende der Hochschule Anhalt, der Hochschule für Künste Bremen, der Hochschule Düsseldorf, der HafenCity Universität Hamburg sowie der Hochschule für Gestaltung Offenbach.

Als Sieger ist das Team der Hochschule Düsseldorf, Peter Behrens School of Arts, Fachbereich Design, unter Mentorenschaft von Prof. Gabi Schillig, mit seinem Ansatz „OBJEKTE BEWEGEN“ hervorgegangen. Das Team setzt sich aus Lara Bechauf, Miriam Hausner, Lilli Lake, Marie Longjaloux, Rosa Morgenstern, Marie-Christin Schlang und Ruven Wiegert zusammen. Ausgangspunkt seiner Überlegungen war das suprematistische Quadrat von Kasimir Malewitsch. Aus diesem Quadrat interpretierten sie, inspiriert von Wassily Kandinskys Leitmotiv „Punkt und Linie zu Fläche“, die Strecke zwischen dem Bauhaus und dem künftigen Bauhaus Museum in der Dessauer City. Ihr Ziel ist es, durch künstlerische Interventionen bewusst Aufmerksamkeit für die Atmosphären der Räume durch Verstärken, Verkehren oder Kontrastieren zu erzeugen.

Die Jury, bestehend aus Regina Sonnabend (Vorsitz), Dr. Robert Reck, Johannes Weigand, Silke Wallstein und Katharina Lüdicke, begründete ihre Siegerentscheidung damit, dass die Arbeit durch ihre schlüssige Herleitung aus den Konzepten der historischen Moderne des Bauhauses besticht und dabei den Bogen bis zu den heutigen Ideen des Choreografen William Forsythe schlägt. Darüber hinaus spricht sie die akustischen, visuellen, haptischen und kinetischen Sinne an und lädt zum spielerischen Mitmachen ein, wobei sich die einzelnen Objekte selbst erklären.

Die „Passagen Bauhaus 100“ sind ein Gemeinschaftsvorhaben der Stadt Dessau-Roßlau und der Stiftung Bauhaus Dessau. Kuratiert wird das Vorhaben von Elisabeth Kremer, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Bauhaus Dessau, getragen von der Stadt.

Für das Gesamtvorhaben stehen insgesamt 180.000 Euro zur Verfügung, wobei sich die Stadt Dessau-Roßlau und das Land Sachsen-Anhalt laut Zuwendungsbescheid vom März 2018 die Summe zur Hälfte teilen.

Besonderer Dank gilt der DB Station & Service AG und der Nachverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH für ihre aktive Beteiligung an dem Projekt, das den Dessauer Hauptbahnhof einbezieht, sowie den Eigentümern und Bewohnern des Dessauer Fürst-Leopold-Carrés, die ihren Innenhof für eine Station zur Verfügung stellen.

Karte

Rollen Sie die Kugeln vom Bauhaus zum Seminarplatz

Vom 4. Mai bis zum 3. November 2019 lädt Dessau-Roßlau unter dem Motto „OBJEKTE BEWEGEN – Neues Sehen, Gehen, Hören!“ zu den „ Passagen Bauhaus 100“ ein. Dann heißt es: Rollen Sie die Kugeln vom Bauhaus zum Seminarplatz, betasten Sie den Handlauf, der weiter in Richtung Hauptbahnhof weist, achten Sie auf ungewohnte Eindrücke in der Bahnhofsunterführung, gehen Sie über Berg und Tal am Bahnhofsvorplatz, ändern Sie Ihre Ansichten im Umgang mit den ungewöhnlichen Fahnen am Friedensplatz und springen Sie auf dem Trampolin bis zum Stadtpark.

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Die nächsten Termine, an denen die Kugeln des Projekts „Passagen Bauhaus 100“ in der Bauhausstraße in Bewegung gesetzt werden können:

Termine Mai // Juni // Juli

  • Samstag, 25.05. 12-17 Uhr
  • Sonntag, 26.05. 11-17 Uhr
  • Samstag, 01.06. 12-17 Uhr
  • Sonntag, 02.06. 11-17 Uhr
  • Samstag, 08.06. 12-17 Uhr
  • Sonntag, 09.06. 11-17 Uhr
  • Montag, 10.06. 11-17 Uhr
  • Samstag, 06.07. 12-17 Uhr
  • Sonntag, 07.07. 11-17 Uhr
  • Sonntag, 21.07. 12-17 Uhr

Die Termine für August bis November sind noch in der Planung.


Unsichtbare Orte - das Bauhaus in Dessau

Die Freiraumausstellung lädt zum alltäglichen Erkunden unbekannter Aspekte der Dessauer Bauhausgeschichte in die 1920er Jahre ein. An insgesamt 14 Standorten in der Stadt wird über das Ankommen, Leben und Wirken, aber auch den Abschied der Bauhausmeister und ihrer Schüler informiert. Dabei sollen, jenseits der bereits bekannten Architekturen, Orte sichtbar gemacht werden, an denen die Meister und ihre Schüler einst lebten und arbeiteten. Darunter befinden sich Orte, die ihre grafische Handschrift trugen oder deren Innenausstattung bzw. deren Fassadengestaltung von ihnen stammte. Gezeigt wird, dass Lehrer und Studierende 1925 tatsächlich frischen Wind in die Stadt brachten. Mit Kreativität, Engagement, aber auch Lebensfreude und durchaus einer Prise Humor setzten die Bauhäusler neue Maßstäbe. Werke von Klee, Feininger und Kandinsky wurden in den Dessauer Galerien gezeigt und angekauft, Bauhausfeste zogen die Neugierigen an und nicht zuletzt durch den Anhaltischen Kunstverein wirkte das Bauhaus in den kulturellen und politischen Raum Dessaus hinein.
Wichtig waren aber vor allem die Kontakte zur Wirtschaft. Mit etwa einhundert Dessauer Firmen wurde zusammengearbeitet. Bereits nach wenigen Jahren spielte das Bauhaus eine Schlüsselrolle im Leben der Stadt.

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Zentraler Ausgangspunkt der Exposition, die dem nachspüren will, ist der sogenannte Kulturkiosk, der auf dem Dessauer Marktplatz in der Zerbster Straße zu finden ist. Dort wird ein kurzer Animationsfilm des Büros 3undzwanzig in die Thematik einstimmen. Zugleich soll der Kiosk zum Verweilen einladen. Als Inspiration für diesen Treffpunkt diente der Entwurf des Bauhauslehrers Herbert Bayer (1900–1985). Weitere Stationen für die sogenannten Bildbänke, die die Standorte im Stadtraum markieren, sind das Dessauer Rathaus, das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte, die Franzstraße, die Mauerschule, der Stadtpark, Punkte in der Kavalierstraße wie das Alte Theater, die neue Touristinformation, die Johannisstraße, das Stadtarchiv, das Druckhaus in der Askanischen Straße und das Georgium.

Alternative Tour (eigenständig):

  • "Unsichtbare Orte" bietet an jeder der 13 Stationen im Stadtgebiet ein Hörstück, das einen authentischen Moment der Bauhausgeschihte lebendig werden lässt. Um die Ausstellung in vollem Umfang und mit allen Sinnen erleben zu können, wählen Sie die Telefonnummer an den Stationen. Alternativ scannen Sie den QR-Code mit der Kamera ihres Smartphones und rufen das Hörstück über das Internet auf.

Ausstellungsführungen: 90 Minuten, 8 € p. P.
Start: Touristinformation, jeweils 11:00 Uhr:

  • Sonntag, 28. April;
  • Sonntag, 14. Juli;
  • Sonntag, 18. August;
  • Sonntag, 6. Oktober und
  • Sonntag, 3. November

Thematische Radtouren (Preis in Kalkulation):

  • Sonntag, 30. Juni, 14:00 bis 17:00 Uhr:
    Bauhaus und Junkers,
    Start: Museum für Naturkunde und Vorgeschichte
  • Sonntag, 28. Juli, 10:00 bis 16:00 Uhr:
    Bauhaus und Kulinarik,
    Start: Café Lily
  • Donnerstag, 15. August, 18:00 bis 20:00 Uhr:
    Bauhaus und Theater,
    Start: Altes Theater
  • Sonntag, 22. September, 14:00 bis 17:00 Uhr:
    Bauhaus und Landschaft,
    Start: Stadtpark/Eingang Bauhaus Museum

Veranstaltungsflyer mit Karte


Stadtsommer 100: 100 Tage - 100 Events

Dessau und das Bauhaus: Gemeinsamer Aufbruch in die Moderne – eine ganze Stadt feiert das Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“! Und das mit einem vielfältigen Festprogramm für alle Einwohner und Besucher. Der Stadtsommer100 ist dabei ein besonderer Höhepunkt. Im Zeitraum zwischen dem 1. Juni und der Eröffnung des neuen Bauhaus Museums Dessau am 8. September liegen genau 100 Tage. Diese werden mit mindestens 100 Veranstaltungen kulturell bereichert. Ein wahrer Veranstaltungsmarathon sorgt für Unterhaltung unterschiedlichster Couleur und zeigt mit ganzer Leidenschaft die kulturelle Vielfalt der Stadt.

Informationen: www.stadtsommer100.de


Zusammenstellung Jubiläumsprogramm 2019