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Lärm

Lärmkartierung

Allgemeines
Geräuscheinwirkungen stellen einen der störendsten Umwelteinflüsse dar. Die zunehmende Geräusch- bzw. Lärmbelastung ist vielerorts auf den anwachsenden Verkehr zurückzuführen.
Diese gestiegene Geräuschbelastung macht es erforderlich, Lärmschutz auch als gesellschaftliche Aufgabe zu betrachten.

Was ist eine Lärmkarte?

Als strategische Lärmkarte wird eine Karte zur Gesamtbewertung der auf verschiedene Lärmquellen zurückzuführenden Umgebungslärmbelastung in einem bestimmten Gebiet bezeichnet.
Unter Umgebungslärm sind belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien zu verstehen, die durch Aktivitäten von Menschen verursacht werden, einschließlich des Lärms, der von Verkehrsmitteln, Straßenverkehr, Eisenbahnverkehr, Flugverkehr sowie von Geländen für industrielle Tätigkeiten ausgeht.

Mit der Erstellung der Lärmkarten wird das Ziel verfolgt, die Belastung durch Umgebungslärm europaweit einheitlich zu erfassen sowie schädliche Auswirkungen durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern. Die detaillierte Kenntnis der Belastung durch Umgebungslärm einschließlich einer Betroffenheitsanalyse ist erforderlich, um differenzierte lokale Lärmaktionspläne aufstellen zu können.

Ergebnisse der Lärmkartierung

Hier finden Sie den Erläuterungstext für die Lärmkartierung von 2012 und die entsprechenden Lärmkarten für die Tag- und Nachtwerte (Text, Karte Tagwerte, Karte Nachtwerte).

Rechtliche Grundlagen:

Die Verpflichtung zur Aufstellung Strategischer Lärmkarten ergibt sich aus der Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie.

EU-Recht:
Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25.06.2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm - Umgebungslärmrichtlinie

Deutsches Recht:
§ 47a-f des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG)
in Verbindung mit der Verordnung über die Lärmkartierung (34. BImSchV)

Lärmaktionspläne

Lärmaktionspläne sind grundsätzlich für alle von der Lärmkartierung erfassten Orte in der Nähe von Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Großflughäfen, sowie für Ballungsräume aufzustellen.
Ziel der gesetzlichen Regelungen ist die Festlegung eines gemeinsamen Konzeptes, um schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigungen, durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern. Lärm ist jedoch nicht nur eine Quelle von Belästigungen und damit verbundenem Ärger, sondern auch Ursache negativer gesundheitlicher Wirkungen. Zu nennen sind Störungen des allgemeinen seelischen und körperlichen Wohlbefindens, Beeinträchtigungen der Konzentration und des Lernens sowie Schlafstörungen.
Nach der Erfassung der Lärmbelastung durch Umgebungslärm (Kartierung), sind nun Lärmaktionspläne für besonders lärmbetroffene Gebiete in Zuständigkeit der betroffenen Kommunen zu erstellen, aller fünf Jahre nach dem Zeitpunkt ihrer Aufstellung zu überprüfen und erforderlichenfalls zu überarbeiten (§ 47d BImSchG).

Die Fortschreibung des Lärmaktionsplanes Dessau-Roßlau wurde durch den Stadtrat auf seiner Sitzung am 13. April 2016 (Beschluss-Nr. BV/051/2016/III-83) beschlossen.

Den Text und das Kartenmaterial zum Lärmaktionsplan finden Sie in diesen drei Dateien (Text, Karte Tagwerte, Karte Nachtwerte) oder im Umweltamt als Druckvariante.

Grenzen der Lärmaktionsplanung

Es wird explizit auf folgendes hingewiesen:

  • an bestehenden Straßen besteht kein Rechtsanspruch auf Lärmschutzmaßnahmen,
  • die im Lärmaktionsplan dargestellten Lärmindizes können nicht mit den Beurteilungspegeln am Immissionsort der Lärmschutzrichtlinien-StV gleichgesetzt werden.

Sie bilden die Grundlage zu vertiefenden Untersuchungen von verkehrsorganisatorischen
Maßnahmen (u. a. Geschwindigkeitsreduzierungen, Verkehrsverbote).

Stand Lärmaktionsplanung in Dessau-Roßlau

Der Entwurf des Lärmaktionsplanes der Stadt Dessau-Roßlau konnte vom 1. April 2015 bis 30. April 2015 im Umweltamt eingesehen werden.
Am 8. April 2015 fand eine öffentliche Vorstellung der Planung im Bürger-, Bildungs- und Freizeitzentrum BBFZ Dessau-Roßlau statt.

Lärmschutz

Beim Lärmschutz unterscheiden wir aktiven Lärmschutz, an der Quelle, und passiven Lärmschutz, wie Lärmschutzfenster oder Lärmschutzwände, auf den betroffenen Grundstücken.

Rechtliche Grundlage für den Lärmschutz ist das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG).
Genehmigungsbedürftige Anlagen haben bei der Antragstellung bestimmte Grenzwerte einzuhalten.

Wegweiser

Amt für Umwelt- und Naturschutz
Markt 5, 06862 Dessau-Roßlau 

0340 204-2083
0340 204-2983
umweltamt@dessau-rosslau.de

Umwelttelefon:
0340 204-1583

Sprechzeiten:
Die.: 8.00 - 12.00 und 13.30 - 17.30 Uhr
Do.: 8.00 - 12.00 und 13.30 - 16.00 Uhr

Anfahrt:
mit dem Bus Nr. 20 in Richtung Meinsdorf
Ausstieg Anhaltiner Platz

Formulare

Hier finden Sie alle wichtigen  Formulare.