Landesliteraturtage 2026
Autoren
Florentine Anders wurde 1968 in Berlin geboren. Sie studierte Journalistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Leipzig und der Université d’Assas in Paris. Danach absolvierte sie eine französische Journalistenschule und spezialisierte sich auf die Themen Schule und Bildungspolitik. 2025 veröffentlichte sie den Roman „Die Allee“, in dem sie sich mit Leben und Werk ihres Großvaters – dem prominenten DDR-Architekten Hermann Henselmann – auseinandersetzt.
Kathrin Baltzer wurde in Wernigerode geboren, studierte Theaterwissenschaft in Leipzig und arbeitete mehrere Jahre für das Schachdorf Ströbeck. Sie wirkt im Wernigeröder Theaterverein „Die Gänse“ mit und ist in der Kinderbuchmanufaktur sowie bei BuchKidsHarz aktiv. Nach vier selbst illustrierten Kinderbüchern hat sie mit „Die gelbe Tür mit dem Regenschirm“ ihren ersten Roman für Erwachsene veröffentlicht.
Paul Detlef Bartsch kam 1954 in Wernigerode zur Welt und studierte Musikpädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle, arbeitete viele Jahre am Institut für Lehrerbildung und übernahm 2009 bis zu seiner Pensionierung eine Professur für Erziehungswissenschaft an der Hochschule Merseburg. Bartsch hat Novellen, Erzählungen und Sachbücher sowie zahlreiche Tonträger veröffentlicht. Bei den Landesliteraturtagen gastiert er mit seinem Akustik-Trio, zu dem neben ihm auch Sander Lueken und Thomas Fahnert zählen.
Wilhelm Bartsch, 1950 in Eberswalde geboren, absolvierte nach dem Abitur eine Lehre als Rinderzüchter und studierte danach Philosophie. Seit 1976 in Halle ansässig, arbeitete er in wechselnden Berufen und machte sich 1986 selbstständig. Bartsch begann als Lyriker, inzwischen umfasst sein mit Preisen und Stipendien gewürdigtes Oeuvre auch Kinder- und Künstlerbücher, Theatertexte und Romane wie „Meckels Messerzüge“ und „Amerikatz“.
Martin Becker, geboren 1982 im Sauerland, lebt als Schriftsteller und Journalist in Halle. Er veröffentlicht Features, Hörspiele und Reportagen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Sachbücher und Romane über seine Herkunft aus einer Arbeiterfamilie sowie über Prag und Tschechien. Zuletzt erschien der Kriminalroman „Die Feuer von Prag“ mit Egon Erwin Kisch als Ermittler.
Herbert Beesten, geboren 1953 im Münsterland/Westfalen, startete nach erfolgreicher Arbeit als Unternehmer in der Energie- und IT-Branche 2005 eine zweite Karriere als Autor und Performer. Inzwischen arbeitet er als multidisziplinärer Künstler in Magdeburg und international – u. a. mit dem interaktiven Lyrik-Projekt „Was wollt ihr hören?“.
Peter Berg, geboren 1970 in Rostock, ist studierter Germanist und Historiker und lebt als freier Autor in Halle. Sein letztes Buch „Schrimpf“ erschien 2025 im Unzeit-Verlag. Gemeinsam mit Christian Kreis tritt er als Lesebühnen-Duo „Kreis mit Berg“ auf, das sich selbst als „Siegfried und Roy der Lesebühnenszene“ bezeichnet.
Juliane Blech wurde 1975 in Halle (Saale) geboren, wo sie nach dem abgebrochenen Studium von Galloromanistik und Philosophie bis heute lebt. Seit 2003 arbeitet sie als freischaffende Schriftstellerin, veröffentlicht Lyrik, Prosa und Theaterstücke, veranstaltet projektbezogene Lesungen, Workshops, Schreibwerkstätten und Theaterkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Torsten Blume ist wissenschaftlicher und künstlerischer Mitarbeiter der Stiftung Bauhaus Dessau. Er arbeitet als Kurator, Szenograf und Choreograf tätig und realisiert Tanz- und Bewegungsinstallationen, Workshops und Ausstellungen – zuletzt u. a. die „Metall“-Abteilung der Jubiläums-Schau „An die Substanz“.
Roland Böhme wurde 1958 in Dessau geboren und arbeitete 39 Jahre als Diplom-Lehrer für Mathematik und Physik. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2021 widmet er sich nun vermehrt seinem Hobby – der Historie seiner Heimatstadt Dessau. Diesen Recherchen verdanken sich auch seine Publikationen zu Geschichte und Gegenwart des Tierparks.
Matthias Brenner wurde 1954 in Meiningen geboren und studierte an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin. Nach Engagements in Annaberg-Buchholz und Erfurt etablierte er sich zunehmend auch als Regisseur und Darsteller in Film und Fernsehen. Er inszenierte an großen Bühnen in Basel und Berlin, Leipzig und Magdeburg … und war von 2010 bis 2023 Intendant des Neuen Theaters in Halle. Gemeinsam mit seiner Frau Nele Heyse spielt er unter dem Label „Age’n’See“.
Charlotte Buchholz, geboren 1952 in Guben, arbeitete nach einem Journalistik-Studium als Redakteurin und Pressesprecherin. Seit 2015 ist sie freie Autorin, seit 2025 Vorsitzende des Fördervereins der Schriftsteller. Unter ihrem Autorennamen – einem Pseudonym – hat sie Romane und Jugendbücher, aber auch die Recherche „Als das Licht anging, war alles aus“ über Frauen in der Filmfabrik Wolfen veröffentlicht.
Annekathrin Bürger, 1937 in Berlin geboren, avancierte nach ihrer Ausbildung zur Werbegestalterin und ihrem Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam zu einer der avanciertesten Schauspielerinnen der DDR. Sie spielte in „Wolf unter Wölfen“ und in „Der Baulöwe“, mehrfach im „Polizeiruf 110“ und – nach der Wende – im „Tatort“ aus Leipzig. Seit 2022 lebt sie in Dessau, in ihrer Autobiografie „Der Rest, der bleibt“ blickt sie auf ihr bewegtes Leben zurück.
Andreas Butter, Jahrgang 1963, stammt aus einer Dessauer Künstler-Familie. Der studierte Kunsthistoriker arbeitet seit 1992 Autor und Ausstellungskurator, denkmalpflegerischer Gutachter, Dozent und Karikaturist. An der Stiftung Bauhaus Dessau hat er zuletzt die „Metall“-Abteilung der Jubiläums-Schau „An die Substanz“ mit verantwortet, zudem liegen zahlreiche Publikationen zur Stadt- und Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts vor.
Gunnar Decker wurde 1965 in Kühlungsborn geboren und studierte Philosophie in Berlin. Seit 1995 arbeitet er als freier Film- und Theaterkritiker, seit 1997 veröffentlicht er Bücher – vor allem Biografien zu Künstlern wie Ernst Barlach und Hermann Hesse, Franz Fühmann und Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn und Ernst Jünger. Sein jüngstes Werk „Der letzte Jakobiner“ widmet sich dem DDR-Schriftsteller Erik Neutsch.
Angela Dolgner, geboren 1955, studierte Architektur und promovierte als Kunsthistorikerin, ehe sie von 1988 bis 2016 als Archivleiterin und Kustodin an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle arbeitete. Seither ist sie freischaffend als Fachbuchautorin, Ausstellungskuratorin und Fotografin tätig.
Ernst-Paul Dörfler, 1950 in Kemberg geboren, studierte Chemie und arbeitete in einem Institut für Wasserwirtschaft, bis er sich 1983 als freier Schriftsteller verschiedenen Umweltthemen widmete. Mit seinen populärwissenschaftlichen Büchern und Vorträgen engagiert sich der vielfach ausgezeichnete Naturschützer für bedrohte Tierarten und gegen ökologische Eingriffe wie den Ausbau der Elbe.
Conrad Feininger, 1959 in New York geboren, entschied sich gegen die Laufbahn eines bildenden Künstlers, die ihm durch seinen Großvater Lyonel und seinen Vater T. Lux Feininger vorgezeichnet schien. Er arbeitete in den USA als Schauspieler, seit 2020 lebt er in der Bauhaus-Stadt Dessau und engagiert sich für das Erbe seiner Familie.
Bettina Fügemann, geboren 1956, begann ihre berufliche Laufbahn als Buchhändlerin und leitete nach ihrem Studium die Verwaltung der Bereiche Schule, Kultur, Jugend und Soziales in Ballenstedt. Seit 2019 ist sie als freie Autorin tätig, zu ihren Veröffentlichungen zählen u. a. regionalgeschichtliche Titel und Romane.
Heike Geißler, 1977 als Tochter einer Postangestellten und eines Stahlarbeiters in Riesa geboren, debütierte 2002 mit dem Roman „Rosa“ und nahm 2008 sowie 2021 am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Für Bücher wie „Die Woche“, „Liegen. Eine Übung“ oder „Arbeiten“ wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt u. a. mit dem Heinrich-Böll-Preis und dem Klopstock-Preis des Landes Sachsen-Anhalt.
Peter Godazgar, 1967 in Korschenbroich geboren, studierte Germanistik und Geschichte und arbeitete viele Jahre als Journalist in Halle (Saale). Nach seinem Debüt – dem Roman zum Film „Knockin‘ on Heaven’s Door“ – veröffentlichte er diverse Kriminalromane sowie Kurzgeschichten in Anthologien. Zudem beteiligte er sich an experimentellen Formaten wie dem Krimi-Camp „8“. Godazgar ist Mitglied der Autorenvereinigung Syndikat.
Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, arbeitete nach Abitur und Studium für die von ihr mitgegründete Frauenzeitschrift Ypsilon und für das Prenzlauer Berg Museum. Sie war Herausgeberin der Zeitschriften „Sklaven“ und „Sklavenaufstand“, seit 1997 ist sie freischaffende Autorin und Journalistin (Freitag, taz, Theater der Zeit etc.). Zu ihren vielfach preisgekrönten Werken zählen u. a. „Moskauer Eis“ und „Walpurgistage“, ihr jüngster Roman „Schwebende Lasten“ wurde mit dem Evangelischen Buchpreis 2026 geehrt.
Cornelia Heyse, geboren 1954 in Meiningen, studierte an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin und spielte u. a. am Berliner Ensemble und am Staatstheater Schwerin, ehe sie 1984 die DDR verließ. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Christoph Schroth, Luk Perceval und Leander Haußmann – und veröffentlichte seit ihrem Roman-Debüt „Haltewunschtaste“ 2013 ein halbes Dutzend Bücher. Gemeinsam mit ihrem Mann Matthias Brenner spielt sie unter dem Label „Age’n’See“.
Christine Hoba, 1961 in Magdeburg geboren, lebt seit 1979 in Halle. Nach einem Chemiestudium ließ sie sich zur Buchhändlerin und Bibliotheksassistentin ausbilden. Sie erhielt mehrere Arbeits- und Aufenthaltsstipendien, 2010 war sie Stadtschreiberin der Stadt Halle 2010. Zuletzt erschien der Gedichtband „Papierkokons“ und die zweite, bearbeitete Auflage des Romans „Die Nelkenfalle“.
Die Höflichen sind eine Magdeburger Lesebühne, deren Mitglieder Lars Johansen, Sandy Gärtner, Leonard Schubert, Robert Gryczke und Jessica Denecke die Lust an der Sprache eint. In wechselnden Zusammensetzungen verbinden sie eigene Texte und Lieder mit Impro-Theater und Stand-Up-Einlagen.
Gundula Ihlefeldt, 1966 in Magdeburg geboren, arbeitete nach dem Studium der Germanistik und Slawistik seit 1993 an der Kreisvolkshochschule des Ohrekreises. Seit 2007 ist sie an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik als Fachschullehrerin tätig. Sie hat Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht und leitet Workshops zu Themen wie Sucht und Analphabetismus.
Ulrike Jänichen, geboren 1976 in Dresden, arbeitete nach ihrer Buchbinderlehre in Weimar und ihrem Kunststudium in Halle (Saale) viele Jahre als Werkstattleiterin einer Schuldruckerei. Heute ist sie selbstständig als Grafikerin, Illustratorin und Referentin der Gedankenflieger/Philosophieren mit Kindern tätig. Zuletzt wirkte sie im Rahmen des Kulturhauptstadt-Jahres am Projekt „Raus aus Chemnitz“ mit.
Bernd Kaufholz, geboren 1952 in Magdeburg, arbeitete zunächst als Zerspanungsfacharbeiter, ab 1975 dann als Journalist – nach der Wende als Chefreporter u. a. in internationalen Krisengebieten und als Polizei-Berichterstatter. Der Ehrenkommissar des Landes Sachsen-Anhalt hat inzwischen mehr als ein Dutzend Bücher zu historischen Kriminalfällen veröffentlicht.
Stefanie Kloft, geboren 1988 und aufgewachsen in der Lausitz, lebt seit 2011 in der Altmark und arbeitet nach dem Abschluss ihres Studiums als Kreativitätspädagogin und Öffentlichkeitsreferentin in der christlichen Sozialdiakonie. Sie schreibt Kinderbücher wie die Serie über „Die Windvögel“ oder die Geschichte „Vom Specht, der ein Kolibri sein wollte“.
Christine Koschmieder wurde 1972 in Heidelberg geboren und kam nach der Wende zum Studium nach Leipzig, wo sie die Literaturagentur Partner + Propaganda gründete. Ihr Debütroman „Schweinesystem“ war 2014 für den Aspekte-Literaturpreis nominiert, 2024 nahm sie am Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Sie hat viel beachtete Bücher wie „Dry“ und „Schambereich“ veröffentlicht, ihr jüngstes Werk „Ein Haus für mich“ erzählt von ihrer aktuellen Lebenswirklichkeit in der sachsen-anhaltischen Provinz.
Christian Kreis, geboren 1977 in Bernburg, studierte in Halle sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Er verfasst Texte für die taz, sein „Halle Alphabet“ wurde vom MDR zu einem der besten Bücher aus Sachsen-Anhalt gewählt. Gemeinsam mit Peter Berg tritt er als Lesebühnen-Duo „Kreis mit Berg“ auf, das sich selbst „Dick und Doof unter den Hochliteraten“ bezeichnet.
Thomas Leibe, geboren 1977 in Halle (Saale) geboren, lebt und arbeitet als Illustrator in seiner Heimatstadt. Seitdem er 2010 sein erstes Kinderbuch bebilderte, hat er mehr als 50 Werke von verschiedenen Autoren in Szene gesetzt und auch mit Titeln für das Satire-Magazin „Eulenspiegel“ für Aufsehen gesorgt. Mit „Kaffeemann und Naschmadame“ ist er selbst unter die Schriftsteller gegangen.
Felix Leibrock, 1960 in Neunkirchen (Saar) geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Theologie. Er war viele Jahre Pfarrer und Stadtkulturdirektor in Weimar, Studienleiter der Evangelischen Akademie in Wittenberg und Polizeiseelsorger in Bayern. Leibrock ist Autor zahlreicher Krimis und leitet eine große evangelische Bildungseinrichtung in München. Zudem hat er die Fußballmannschaft „Schwarz Weiß Beffchen“ gegründet.
Christian Lehnert, 1969 in Dresden geboren, studierte Religionswissenschaft, Evangelische Theologie sowie Orientalistik. Er war Studienleiter der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Universität Leipzig. Der vielfach ausgezeichnete Lyriker, der auch als Librettist u. a. für Hans Werner Henze und Sven Helbig gearbeitet hat, lebt als Pfarrer in Bad Gottleuba.
Irene Leps wurde 1959 in Zerbst geboren, wo sie nach einem Studium der Kunstpädagogik und Germanistik bis heute lebt. Sie schuf Unikatbücher zu Text von Hilde Domin, Ernst Jandl und Rainer Maria Rilke, illustrierte Kinderbücher von anderen Autoren und legte eigene Geschichten und Bilder wie „Hanna und der Traumfänger“ vor.
Cornelia Marks, geboren 1969 in Erfurt, studierte Germanistik und Slawistik in Halle (Saale), wo sie seit 1993 lebt. Sie arbeitete als Bibliothekarin, Journalistin und Lehrerin, ist als Übersetzerin aus südslawischen Sprachen tätig, hat Schulschreibprojekte wie „Traumland Lauchistan“ oder „Käsemond und andere Planeten“ betreut und eigene Lyrik und Prosa veröffentlicht.
Ralf Meyer, 1970 geboren in Eisleben, studierte an der Martin-Luther-Universität Halle Germanistik, Soziologie und Philosophie. Nach seinem Abschluss wurde er als Dramaturg am Puppentheater Halle engagiert, wo er seither auch Regie führt. Parallel zu dieser Tätigkeit entstanden – beginnend mit dem Debüt „Die Innenwände des Horns“ 1996 – mehrere Lyrikbände, zuletzt legte er die Komödie „Gutdünken oder Die Herrschaft der Köche“ vor.
Wahid Nader ist Dichter, Übersetzer und Hochschullehrer syrischer Herkunft, 70 Jahre alt und lebt seit 1984 in Magdeburg. 1978 wurde er mit dem Lyrikpreis der syrischen Universitäten ausgezeichnet und erhielt 2012 den Preis des Goethe-Instituts für professionelle Literaturübersetzung. Er schreibt auf Arabisch und Deutsch und übersetzt aus beiden Sprachen. Seine Lesung wird von dem Musiker Issa Fayad begleitet.
Torsten Olle, Jahrgang 1965, absolvierte ein Pädagogikstuduuium in Magdeburg und arbeitet als Schulleiter. Von 1990 bis 1993 war er Fernstudent am Leipziger Literaturinstitut, danch übernahm er bis 2014 den Vorsitzender des Fördervereins der Schriftsteller Magdeburg. Olle veröffentlichte mehrere Lyrikbände, bei den Literaturtagen tritt er gemeinsam mit dem Musiker Wolfram Hille als Duo Ol’Hill auf.
Marco Organo, 1980 in Merseburg geboren und im Geiseltal aufgewachsen, lebt nach abgebrochenem Germanistik- und Philosophiestudium und Erfahrung in verschiedenen Berufen als Autor in Halle (Saale). 2017 wurde er für seinen Debütband „Dorfschönheit“ mit dem Klopstock-Förderpreis des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Neben Lyrik und Liedtexten veröffentlicht er auch Übersetzungen aus dem Englischen.
Philipp Oswalt, geboren 1964 in Frankfurt am Main, studierte Architektur und arbeitete als Publizist, ehe er 2002 das Programm „Shrinking Cities“ für die Kulturstiftung des Bundes übernahm. Seit 2006 lehrt er als Professor an der Universität Kassel, von 2009 bis 2014 war er Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau. Oswalt gilt als streitbarer Akteur in Architektur-Debatten, u. a. zum Stadtschloss Berlin und zur Garnisonskirche Potsdam.
Antje Penk, Jahrgang 1976, studierte Germanistik und Hispanistik und arbeitet als Lehrerin und Grundschulleiterin. Sie lebt in Kemberg und schreibt Kinderbücher sowie historische Kriminalromane, die sich an authentischen Gerichtsakten orientieren und u. a. in Wörlitz oder in der Dübener Heide spielen.
Danilo Pockrandt, geboren 1981 in Merseburg, erhielt 2008 Diplom an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle (Saale), Fachrichtung Buchkunst. Seit 2022 arbeitet er in einer Ateliergemeinschaft in Halle. Zu seinen Veröffentlichungen gehören der illustrierte Gedichtband „Der Kopf ist für das Denken rund“ und „Das Lepomu und andere Wunderwesen - ein Bestimmungsbuch“.
Poetica in tempore ist eine Dessauer Gruppe von Sprecherinnen und Sprechern, die sich der Interpretation von klassischen Texten verschrieben haben. Nach Autoren wie Hermann Hesse und Erich Kästner, Kurt Tucholsky und Eva Strittmatter wenden sie sich anlässlich des 100. Todestages nun dem Werk von Rainer Maria Rilke zu.
Sabine Raczkowksi, 1964 in Zerbst geboren, entschied sich nach einer Ausbildung zum Tischler mit Abitur für ein Ingenieurstudium der Holztechnik. Sie lebt und arbeitet in Magdeburg, schreibt aber mit Vorliebe über ihre Reisen durch die Welt. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Lyrik, Prosa und Liedtexte.
Christine Rammelt-Hadelich wurde 1955 in einer Dessauer Künstlerfamilie geboren und studierte nach ihrer Lehre als Keramikerin an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle. Seit 1981 arbeitet sie freischaffend im eigenen Atelier, 2007 gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann Olaf Rammelt die FederEdition, in der sie eigene Bücher gestalten und verlegen. Zu ihren wichtigsten Arbeiten im öffentlichen Raum zählt der Dessauer Brunnen „Stadtgespräch“, der „Karneval der Tiere“ ist ein Gemeinschaftswerk des Ehepaars.
Christoph Reuter, Jahrgang 1977, wuchs in Dessau auf und studierte in Leipzig und Berlin Jazzpiano. Seit 20 Jahren arbeitet er als Pianist für Eckart von Hirschhausen, seit einigen Jahren tritt er mit eigenen – preisgekrönten – Kabarett-Programmen auf. Als Komponist hat er diverse Orchesterwerke und Oratorien vorgelegt, als Autor mehrere Bücher veröffentlicht. Im Herbst wird sein Feininger-Oratorium „A Modern Man“ uraufgeführt. Sein Wilhelm-Müller-Programm gestaltet er gemmeinsam mit dem Hornisten Juri di Marco.
Wolfgang Rüb, geboren 1952 in Roßbach bei Naumburg, arbeitete als Musiklehrer und veröffentlichte die Romane „Konzert für Stubenfliege und Orchester“ und „Wohnquartett mit Querflöte“ – letzteren in der Edition Elke Heidenreich – sowie Erzählungen in Anthologien und Literaturzeitschriften.
Laura Schaar wurde 1993 geboren und wuchs in der Altmark auf. Sie studierte in Leipzig und Cardiff und ist seither in Halle (Saale) tätig und wohnhaft, für Lesebühnenauftritte bereiste sie Deutschland, Großbritannien und den USA. Neben diversen Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften betreibt sie ihre eigene monatliche Lesebühne „Hall & Rauch“ in Halle. Sie ist Teil des Trios „Singen Zwitschern Scharren“.
André Schinkel, geboren 1972 in Eilenburg und aufgewachsen in Bad Düben und Holzweißig, studierte nach der Ausbildung zum Rinderzüchter Germanistik, Archäologie und Kunstgeschichte in Halle. Bereits 1998 wurd er mit dem Georg-Kaiser-Förderpreis geehrt. Seit 2005 leitet er die Redaktion der Zeitschrift „OdA-Ort der Augen“, zudem ist er für die Pirckheimer-Gesellschaft tätig. Für seine zahlreichen Publikationen – vor allem Lyrik und bibliophile Editionen – wurde er vielfach mit Preisen und Stipendien bedacht.
Mario Schneider wurde 1970 in Neindorf bei Oschersleben geboren und wuchs im Mansfelder Land auf. Er studierte zunächst in Halle, dann Klavier und Komposition in Leipzig und schrieb u. a. Musik für Filme wie „Der König von St. Pauli“. Mit seiner eigenen Produktionsfirma 42film realisierte er u. a. die dokumentarische Mansfeld-Trilogie, die international Aufmerksamkeit erregte. Neben Romanen und Erzählungen legte er jüngst seinen Fotoband „New York Short Stories“ vor.
Titus Simon, 1954 in Backnang geboren, arbeitete bis 1992 mit Jugendlichen und Wohnungslosen sowie in der Verbandsarbeit Nach einem berufsbegleitenden Studium übernahm er eine Professur in Wiesbaden, anschließend an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Seit 1975 belletristisch schreibend, hat er u. a. diverse Kriminalromane vorgelegt. Er tritt gemeinsam mit dem Musiker Martin Rühmann auf.
Angela Steidele, geboren 1968 in Bruchsal, studierte Literatur- und Musikwissenschaft sowie Philosophie und promovierte über die Darstellung gleichgeschlechtlicher Liebe in der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. Nach ihrem viel beachteten Debüt „In Männerkleidern“ und einer Trilogie zum biografischen Schreiben legte sie zuletzt den Roman „Aufklärung“ über Johann Sebastian Bachs älteste Tochter Dorothea vor.
Simone Trieder wurde 1959 in Quedlinburg geboren, studierte Sonderpädagogik und war anschließend Regieassistentin an Theatern in Zwickau, Karl-Marx-Stadt und Halle. Seit 1992 arbeitet sie als freie Autorin und veröffentlicht neben Lyrik, Prosa und Dramatik auch Werke zur halleschen Regionalgeschichte. Ihr Roman „Gastrow oder Die Poesie der Technik“ zeichnet das Leben ihres Großvaters nach.
Tobias Wagner wurde 1978 in Halle an der Saale geboren und lebt in seiner Heimatstadt. Nach dem Studium der Germanistik und Zeitgeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gewann er 2006 den Publikumspreis des Minidramen-Wettbewerbs „1.200 Buchstaben“ der Stadt Halle (Saale). Sein Roman-Debüt „Death in Brachstedt“ wurde mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnet.
Peter Wawerzinek, geboren 1954 in Rostock, begann nach seiner Lehre als Textilzeichner ein Studium an der Kunsthochschule Weißensee, arbeitete in wechselnden Berufen und war in den 80er Jahren in der Künstlerszene am Prenzlauer Berg aktiv. Sein Durchbruch gelang ihm mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 2010 für „Rabenliebe“, seither hat er in dichter Folge Romane und Parodien veröffentlicht – zuletzt seinen autobiografisch geprägten Text „Rom sehen und nicht sterben“. Peter Wawerzinek lebt in Magdeburg.
Christoph Werner, geboren 1964 in Dessau, studierte an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin und übernahm nach Engagements in Rostock und Erfurt 1995 die Leitung des Puppentheaters Halle, das er als Regisseur und Intendant zu internationalem Erfolg führte. Von 2005 bis 2011 leitete er zudem das Neue Theater Halle, 2008 das internationale Festival „Theater der Welt“. Neben Theaterstücken schreibt er Romane wie „Das Haus fernab des Meeres“ – und neuerdings Krimis wie „Die Toten vom Saalestrand“.
Constanze Wirsing, 1988 in Halle (Saale) geboren und aufgewachsen, besuchte bereits als Kind Schreibwerkstätten und entschied sich nach dem Abitur für ein Germanistik- und Kunstgeschichtsstudium in Dresden. Seit 2016 arbeitet sie als freie Lektorin und Autorin und veröffentlicht in Anthologien und Zeitschriften. Gemeinsam mit Laura Schaar und Mona Zwinzscher bildet sie das Trio „Singen Zwitschern Scharren“.
Olaf Wisch, 1973 in der Lutherstadt Wittenberg geboren, studierte Theologie in Jena und arbeitete einige Jahre als evangelischer Pfarrer für mehrere Orte in Ostthüringen. Gegenwärtig ist er in der Lutherkirche und einer Schule in Halle (Saale) tätig. Für seinen Lyrikband „Maria nimmt Gestalt an“ wird er in diesem Jahr mit dem Klopstock-Förderpreis des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.
Uli Wittstock wurde 1962 in Lutherstadt Wittenberg geboren und wuchs in Magdeburg auf. Nach dem Abitur arbeitete er als Stahlschmelzer, anschließend studierte er evangelische Theologie. Nach der Wende wandte er sich dem Journalismus, seit 1992 ist er Mitarbeiter beim Mitteldeutschen Rundfunk. Als Autor und Performer verknüpft Uli Wittstock seine Texte in wechselnden Kollaborationen mit Video- und Soundcollagen.
Wilhelm-Müller-Autorenkreis – eine 1979 gegründete Gruppe von Schreibenden im Alter von 20 bis 80 Jahren – tritt seit 1994 unter dem Namen des Dessauer Romantikers auf. Bei „Leben am Fluss“ lesen Doris Berth, Luga Faunus, Simone Friedrich, Dietmar Häußler, Barbara Nußeck, Axel Peine, Lutz Schneider und Olaf Wendel. Es musizieren Klaus Kegler und Peter Meier als Duo unter dem Titel „Per Anhalter“.
Mona Zwinzscher, 1993 in Quedlinburg geboren und im nördlichen Sachsen-Anhalt aufgewachsen, absolvierte ein Studium als Diplom-Dolmetscherin für Deutsch & Deutsche Gebärdensprache in Zwickau. Seit 2017 ist sie selbstständig in Berlin tätig und tritt als Spoken Word Artist/Autorin in Erscheinung. 2015 gründete sie gemeinsam mit Laura Schaar und Constanze Wirsing das Trio „Singen Zwitschern Scharren“.