A+ A-

Geschichte des Museums

Startseite / Kultur & Tourismus / Museum für Stadtgeschichte / Geschichte des Museums

Die Geschichte des Museums für Stadtgeschichte Dessau

Das Museum für Stadtgeschichte Dessau wurde 1987 gegründet. Es ist aus einer 1959 entstandenen ,Abteilung Stadtgeschichte' des Museums für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau hervorgegangen, die 1981 räumlich ausgegliedert wurde. Sie erhielt Räume im Hoftrakt des Hauses Teichstraße 38 und erstmals auch Fachpersonal, das die stadtgeschichtlichen Sammlungen nun grundhaft ordnen und katalogisieren konnte. Für die erste, im April 1981 eröffnete ständige Ausstellung mit dem Schwerpunkt "Geschichte der Dessauer Arbeiterbewegung" wurde dagegen die Aula im 2. Obergeschoss der einstigen Pestalozzi-Schule (Otto-Nuschke-Straße, heute: Wolfgangstraße 13) zur Verfügung gestellt. Hier erhielt die Abteilung auch einen Arbeitsraum. Der Plan, das Majakowski-Haus (heute: Palais Dietrich) in der Straße der deutsch-sowjetischen Freundschaft (heute: Zerbster Straße) zum Stadtgeschichtsmuseum auszubauen, zerschlug sich. Der 1985 unternommene Umzug der Abteilung dorthin musste im Winter 1986/87 wieder rückgängig gemacht werden. Dennoch erfolgte per Ratsbeschluss zum 1.1.1987 die Umwandlung der Abteilung Stadtgeschichte in das "Museum für Stadtgeschichte Dessau" mit einem eigenen Leiter. Es blieb allerdings auch weiterhin auf den Arbeitsraum und die Aula in der Wolfgangstraße sowie die Räume in der Teichstraße beschränkt. Sonderausstellungen wurden jeweils ,außer Haus' präsentiert. Erst 1991 konnte das Museum das gesamte 2. Obergeschoss des Schulbaus nutzen und richtete es für seine Zwecke her. Hinzu kamen weitere Dach- und Kellerräume im Haus (nun Volkshochschule) sowie ein Außenlager im Hof, um den seit der ,Wende' sehr stark anwachsenden Sammlungsbestandunterbringen zu können.

1992 wurde das Museum für seinen weiteren Aufbau unter eine wissenschaftliche Leitung gestellt und das Personal aufgestockt. Seitdem erfolgte, trotz der noch immer nur provisorischen Unterbringung, die systematische Professionalisierung des Museums. In der Aula wurden nun regelmäßig Sonderausstellungen präsentiert. Mit städtischen Mitteln und kontinuierlicher Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt konnten in den Folgejahren Vitrinen, Klimageräte, Grafikschränke und Magazinregale angeschafft und schadhafte Sammlungsstücke restauriert werden. Auch die Sammlungen konnten mit Landeshilfe durch gezielte Erwerbungen ergänzt und qualitativ aufgewertet werden.

Im Herbst 1993 erhielt das Museum den Turm des St. Marienkirche als Außenstelle. Hier wurden weitere stadtgeschichtliche Sonderausstellungen gezeigt und interessierte Besucher bis zur Turmspitze hinaufgeführt. Ab 1994 ermöglichten zwei Aufsichtskräfte die Betreuung beider Ausstellungs-Standorte. Seitdem waren erstmals Öffnungszeiten auch an den Wochenenden realisierbar.

1995-97 ließ die Stadt Räume in einer ehem. 'Kinderkombination' (Törtener Str. 44) für Zwecke des Museums umbauen. Der im Juli 1998 abgeschlossene Umzug der Magazin-, Arbeits- und Verwaltungsfunktionen dorthin war ein weiterer Meilenstein bei der Konsolidierung des im Aufbau befindlichen Museums. Auch die Sammlungen sind hier seitdem erstmals unter optimalen Klima- und Lagerbedingungen untergebracht.

Für Ausstellungen konnte das Museum ab April 1999 - mitten im Stadtzentrum - zwei Räume im historischen Kellergewölbe des Johannbaus nutzen. Hier wurden bis Ende 2004 die Sonderausstellungen sowie unter dem Titel "Nach Dessau sollst du gehen – Unsere Stadt im Wandel der Jahrhunderte" eine erste Dauerausstellung präsentiert.

Zwischen 2001 und 2004 wurde der gesamte Johannbau zur dauerhaften musealen Nutzung um- und ausgebaut. Mit dessen Einweihung als Museum für Stadtgeschichte Dessau im August 2005 und der gleichzeitigen Eröffnung der ständigen Ausstellung "Schauplatz vernünftiger Menschen... - Kultur und Geschichte in Anhalt│Dessau" ist der 1981 begonnene und ab 1992 vor allem vom Land Sachsen-Anhalt unterstützte Ausbau der einstigen Abt. Stadtgeschichte zu einem in der Öffentlichkeit wahrgenommenen Museum weitgehend abgeschlossen.

Adresse

Hausadresse
Museum für Stadtgeschichte Dessau
Johannbau
Schloßplatz 3a
06844 Dessau-Roßlau
0340 2209612  

Postanschrift / Museumsverwaltung
Museum für Stadtgeschichte Dessau
Törtener Straße 44
06842 Dessau-Roßlau
0340 8003790
0340 8003795
museum@stadtgeschichte.dessau.de

Öffnungszeiten

Mittwoch - Sonntag, Feiertage
10.00 - 17.00 Uhr

Montag und Dienstag geschlossen

Das Museum ist im Januar und im Dezember geschlossen.

Eintrittspreise

Erwachsene:  4,50 €
Ermäßigt (bei Vorlage eines Ausweises):  3,50 €

  • Kinder und Jugendliche (6 – 16 Jahre)
  • Schüler, Azubis, Studenten, Wehr- und Zivildienstleistende
  • Schwerbeschädigte
  • Arbeitslose

Schulklassen, Kindergarten- und Hortgruppen (je Person):  1,50 €
Gruppen ab 10 Personen (je Person):  4,00 €
Familienkarte:  10,00 €
Jahreskarte:   20,00 €

Freier Eintritt (bei Vorlage eines Ausweises)

  • Begleitpersonen von Hort-, Kindergarten- und Schülergruppen
  • Sozialpass-Inhaber
  • Flüchtlinge / Jüdische Zuwanderer
  • Asylbewerber
  • Mitglieder des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt
  • Mitglieder des Deutschen Museumsbundes
  • ICOM-Mitglieder
  • bei Besitz der WelterbeCard

Führungspreise

  • Ausstellungsführungen für Gruppen (bis 20 Personen):
    (Voranmeldungen unter Tel. 0340 8003790 erforderlich)
    40,00 € (zuzügl. Eintritt pro Person)

  • Themengebundene Führung (bis 20 Personen):
    (Voranmeldungen unter Tel. 0340 8003790 erforderlich)
    40,00 € (zuzügl. Eintritt pro Person)

  • Für Schulklassen ermäßigte Gruppenführungsgebühr von 25,00 € (zuzügl. Eintritt)

Barrierefreiheit im Johannbau

Im ganzen Haus herrscht Barrierefreiheit (mit Aufzug, halbautomatischen Türen, Sonder-WC); Zugang für Rollstuhlfahrer über die Rampe auf der Westseite des Johannbaus.