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Engagementporträts Dessau-Roßlau

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Engagementporträts Dessau-Roßlau

Ein zentrales Anliegen der Stadt Dessau-Roßlau ist es, dem Ehrenamt ein Gesicht zu geben. Um zu verdeutlichen, welche vielen positiven Effekte damit verbunden sind und zur Anerkennung derer, die sich ehrenamtlich im und für das Gemeinwesen engagieren, stellen wir hier herausragend gewürdigte ehrenamtlich tätige Menschen näher dar.

Dorothea Winkel-Strümpfel

Dorothea Winkel-Strümpfel

Jg. 1942

...engagiert sich seit 1995 in Dessau mit mindestens 40-50 Stunden monatlich:

  • in Kirchengemeinden in der Frauen- und Familienarbeit der Evangelischen Landeskirche Anhalt
  • im Bundesverband Seniorentanz e.V.
  • bei der Telefonseelsorge
  • in der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB)
  • im Lutherchor

... kümmert sich dabei um:

  • die Leitung von 3 Senioren-Tanzgruppen (u. a. "Tanzen im Sitzen" im Seniorenheim)
  • bei den Kursen zur "Ausbildung zum freiwilligen Seniorenbegleiter" stellt sie den Teilnehmern "Tanzen im Sitzen" vor
  • in mindestens 10 Stunden monatlich hört sie sich bei der Telefonseelsorge den Kummer von Anrufern an und nimmt dafür regelmäßig an Supervisionen teil
  • Kinder, denen sie beim Einstudieren von Musicals hilft
  • Beratung und Mitarbeit bei der Integration von Migranten und deren Familien

... dabei motiviert sie:

  • die Freude, ihre Gaben einbringen zu können
  • sich für andere Menschen einsetzen zu können
  • sich mit älter gewordenen Menschen auszutauschen sowie ihre geistige und körperliche Beweglichkeit zu erhalten und zu fördern
  • Kinder durch z. B. Krippenspiele, Kindermusicals oder in Feriencamps zu Erfolgserlebnissen zu verhelfen

... sie wünscht sich zukünftig für das ehrenamtliche Engagement:

  • dass sie ihr Ehrenamt uneingeschränkt fortführen kann und, dass ihre gesundheitliche und familiäre Situation dies unverändert zulässt

Olaf Braun

Olaf Braun

Jg. 1956

...engagiert sich mittlerweile mehr als 40 Stunden monatlich:

  • seit 1997 als Einsatzkraft in der Freiwilligen Feuerwehr Dessau-Süd und seit 2002 auch als Stadtwehrleiter Dessaus (seit 2007 Dessau-Roßlau)
  • ist seit 1978 bereit Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr
  • führt seit der Gründung des Fördervereines seiner Ortsfeuerwehr Dessau-Süd 1999 er den ersten Vorsitz

... kümmert sich dabei um:

  • das Leben und die Gesundheit der Betroffenen sowie deren Eigentum, indem er mit der Freiwilligen Feuerwehr Einsätze fährt
  • Unterstützung des Einsatzleiters der Berufsfeuerwehr bei größeren Einsätzen
  • die Belange des Feuerwehrwesens und seiner Kameradinnen und Kameraden in der Stadt und auf Landesebene
  • Vermittlung des Gedankens des Freiwilligen Feuerwehrwesens
  • Gewinnung von Förderern

... dabei motiviert ihn:

  • sein erlerntes und verinnerlichtes Demokratieverständnis, das für ihn bedeutet, dass Jeder uneigennützig seine persönlichen Fähigkeiten der Gesellschaft bzw. hier besonders den Bürgern dieser Stadt zu Gute kommen lässt

... er wünscht sich zukünftig für das ehrenamtliche Engagement:

  • dass sich mehr BürgerInnen, insbesondere mit spezifischem Fachwissen, in ein soziales Engagement einbringen und damit auch die hauptberuflich Tätigen unterstützen und ergänzen, wobei insbeodnere in der Freiwilligen Feuerwehr die Türen nicht nur für Techniker und Naturwissenschaftler weit offen stehen

Karin Hildebrandt

Karin Hildebrandt

Jg. 1952

...engagiert sich in Dessau mit ca. 30 Stunden monatlich kontinuierlich, termin- und projektbezogen:

  • in der Gewerkschaft IG Metall
  • in der Partei - Die Linken
  • im Stadtfrauenrat
  • im Kreis- und Stadtwahlausschuss
  • im Netzwerk Gelebte Demokratie von Beginn an, auch als Gesicht der Stadt

... kümmert sich dabei um:

  • die Basisarbeit in den gewerkschaftlichen und parteiischen Organisationen
  • den Stadtfrauenrat und den Stadt- und Kreiswahlausschuss als Mitglied der Linken
  • um das Netzwerk Gelebte Demokratie als Mitwirkende, besonders auf dem Gebiet Lokalgeschichte und Bildung und jede Form von Extremismus

... dabei motiviert sie:

  • die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung
  • die Möglichkeit des Einbringens auf demokratischer Basis in der Stadt, in welcher sie mit ihrer Familie lebt, da sie sich ansonsten, ohne aktiv zu werden, das Recht zu kritisieren und meckern absprechen würde

... sie wünscht sich zukünftig für das ehrenamtliche Engagement:

  • breitere Wahrnehmung und Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements
  • mehr aktive Bürger, die sich einbringen, Gesicht zeigen, ihre Rechte in der Demokratie wahrnehmen, ihre Wünsche und Vorstellungen von Zivilgesellschaft und vom friedlichen Miteinander zeigen

Gabriele Rumler

Gabriele Rumler

Jg. 1949

...engagiert sich seit 2005:

  • in der Notfallseelsorge / Krisenintervention

    • Tod im häuslichen Bereich
    • Überbringung von Todesnachrichten in Zusammenarbeit mit der Polizei
    • Betreuung der Eltern bei Kindstod und Unfällen
    • Begleitung der Angehörigen nach einem Suizid eines Familienmitgliedes
    • Unterstützung bei Großschadensfällen
    • Hilfe von Menschen in Not

... kümmert sich dabei um:

  • Menschen in Akutphasen, für die in einem Notfalleinsatz des Rettungsdienstes kaum jemand Zeit hat

... dabei motiviert sie:

  • für andere da sein zu können, die in Not sind und Hilfe brauchen
  • die Würde und Werte der Menschen zu achten und zu lieben
  • christliche Nächstenliebe zu verwirklichen
  • nicht reden sondern tun

... sie wünscht sich zukünftig für das ehrenamtliche Engagement:

dass viele Bürgerinnen und Bürger sich bereit erklären, im Ehrenamt tätig zu sein, damit sich die Menschen in unserer Stadt wohl fühlen und gerne hier leben und Dessau-Roßlau als ihr Zuhause mit gestalten

Najmadin Ahmad

Najmadin Ahmad

Jg. 1956

...engagiert sich seit 1997 in Dessau:

  • als Mitarbeiter in der St.-Johannis GmbH, einer gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste

... kümmert sich dabei um Migranten:

  • aus den Ländern Irak, Iran, Türkei, Aserbeidschan, Afghanistan, Syrien
  • als Ansprechpartner und Begleitung auf deren Weg in den Alltag
  • fungiert als Dolmetscher
  • leistet Orientierungshilfen in Bezug auf Ämter- und Behördenkorrespondenzen oder Korrespondenzen mit Anwälten und Gerichten bezüglich der aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten
  • leistet seelische und moralische Unterstützung bei Krankheiten und bietet eine Begleitung zu den entsprechenden Ärzten an
  • gibt Nachhilfekurse in der deutschen Sprache für junge Zugewanderte

... dabei motiviert ihn:

  • bereits im Iran arbeitete er seit 1979 im Dienste der Menschen und begleitete und unterstützte dort zugewanderte Afghanen, die in Not geraten waren
  • kam 1996 als Flüchtling nach Deutschland und erlebte dadurch selbst den Prozess der Migration und ihre Folgen am eigenen Leib und an eigener Seele
  • dies verstärkte seine bisherige Motivation, Menschen in Not zu helfen
  • dies ist keine materiell greifbare sondern eine tief in ihm wohnende, von Tradition, Kultur, Literatur und Erziehung geprägte Pflicht am Menschen

... er wünscht sich zukünftig für das ehrenamtliche Engagement:

  • er wünscht sich eine in der kommunalen Struktur fest eingebettete Instanz
  • diese sollte durch eine Person besetzt werden, die über Hintergrundwissen, Sprache und Erfahrung über die jeweilige Kultur verfügt
  • das wäre eine Möglichkiet zur Veränderung einer Willkommensstruktur für Zugewanderte und könnte die Motivation derer bestärken, indem sie sich als respektiert und angenommen wahrnehmen

Kontakt

Ehrenamtsbörse Dessau-Roßlau
Erdmannsdorffstraße 3
06844 Dessau-Roßlau

0340 – 24 00 55 47
ehrenamtsboerse@vhs.dessau-rosslau.de