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Anregung einer Betreuung

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Anregung einer Betreuung

  1. Hat eine Kontaktperson (Familie, Nachbarn, Pflegedienst, Hausarzt, Behörden etc.) der betreffenden Person den Eindruck, dass sich diese in einem Aufgabenfeld rechtlich nicht mehr selbst vertreten kann, teilt sie dieses, möglichst schriftlich (formlos oder per Anregungsvordruck), dem Betreuungsgericht mit. Es reicht dabei die bloße Empfindung, dass jemand rechtliche Unterstützung benötigt. Anregungsvordruck
    Das Betreuungsgericht ermittelt dann von Amts wegen. Ebenso kann der Betroffene für sich selbst einen Antrag auf Betreuung stellen, wenn er einschätzt, dass er Hilfe benötigt.
  2. Das Betreuungsgericht bittet dann die Betreuungsbehörde einen Sozialbericht zu erstellen.
  3. Die Mitarbeiterinnen der Betreuungsbehörde kontaktieren dann, i. d. R. in Form von Hausbesuchen, die betreffende Person, die Angehörigen und Kontaktpersonen und ermitteln, ob und in welchen Angelegenheiten ein Betreuungsbedarf besteht.
  4. Die BehördemitarbeiterInnen erstellen einen Sozialbericht, in welchem sie die gewonnenen Erkenntnisse über die gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Lage der betreffenden Personen dem Betreuungsgericht mitteilen. Bei Erforderlichkeit machen sie einen, möglichst ehrenamtlichen, Betreuervorschlag.
  5. Das Betreuungsgericht beauftragt daraufhin einen gerichtlich bestellten Gutachter (Facharzt der Psychiatrie gemäß § 208 FamFG), der die betreffende Person aus medizinischer Sicht begutachtet und gegebenenfalls eine Betreuungsbedürftigkeit feststellt.
  6. Nach Vorliegen aller Beurteilungen, welche Aufschluss über die individuellen Probleme und die Persönlichkeit der betroffenen Person geben und die auf eine Betreuungsbedürftigkeit (Vorliegen einer Erkrankung bzw. Behinderung) und einen Betreuungsbedarf (Vorliegen regelungsbedürftiger Angelegenheiten) hinweisen, hört der Betreuungsrichter die betroffene Person persönlich an (§ 278 FamFG) und bestellt einen Betreuer.
  7. Zur Wahrung der Rechte bzw. Interessen des Betroffenen, wird diesem, wenn er diese selbst nicht überblicken kann, in dem gerichtlichen Verfahren ein Verfahrenspfleger zur Verfügung gestellt.
  8. Nach einer Betreuerbestellung können jederzeit Veränderungen im Verfahren notwendig werden u.a. Erweiterung oder Einschränkung von Aufgabenkreisen, Anordnung oder Aufhebung von Einwilligungsvorbehalten, Betreuerwechsel und Aufhebung der Betreuung, welche ein erneutes Tätigwerden des Gerichtes auslösen würden.

Andere Hilfsmöglichkeiten, wie z. B. die Unterstützung durch Familienangehörige, Bekannte oder soziale Dienste, haben generell Vorrang und sollten als Erstes in Erwägung gezogen werden.


Kontakt

Stadt Dessau-Roßlau
Betreuungsbehörde
Zerbster Straße 4 / Altbau
(Zimmer 185-187, 160-161)
06844 Dessau-Roßlau

Ansprechpartner Betreuungsbehörde

Unsere MitarbeiterInnen stehen Ihnen als Ansprechpartner unter folgenden Telefonnummern zur Verfügung:

0340 204-1959
0340 204-1358
0340 204-2659 
0340 204-1250   
0340 204-2805
betreuungsbehoerde@dessau-rosslau.de

Aufgrund der Außendiensttätigkeit der MitarbeiterInnen bitten wir möglichst um eine vorherige Terminabsprache.

Flyer der Betreuungsbehörde  

Beglaubigung von Vorsorgevollmachten

Wir bitten um eine telefonische Voranmeldung!    

0340 204-1959
0340 204-1250
0340 204-2659 
0340 204-1358   

Ansprechparter Amtsgericht

Amtsgericht Dessau-Roßlau
Betreuungsgericht
Will-Lohmann-Straße 33
06844 Dessau-Roßlau   

0340 202-1210
0340 202-1222
0340 202-1217

Abkürzungsverzeichnis

GG Grundgesetz
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
BtBG Betreuungsbehördengesetz
VBVG Gesetz über die Vergütung von Vormündern und Betreuern
FamFG Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit